Post mit folgendem Tag: ‘Christian Seidel’

Geschrieben am 10. Juni 2017 um 16:31 | Kategorie: Christian Seidel

Schreiben ist für mich eine Form des Ausdrucks meiner selbst. Es wird immer geschrieben werden, Schreiben ist kein aussterbender Beruf, da bin ich fest überzeugt. Umso mehr automatisiert und digitalisiert wird, desto mehr Schreibbedürfnis wird es geben, weil die Gefühle, das Herz und unsere Sinne sonst auf der Strecke bleiben. Mit jedem geschriebenen Satz liegt…

So weh es auch tut, aber es macht keinen Sinn und es bringt uns nicht weiter, wenn wir nur in Form von Widerstand, Abwehr, Gegenreaktion, Aufrüstung, Verschärfung und Rachegelüsten auf die unfassbare Anschlagserie reagieren, mit welcher der islamistische Terror Europa überzieht. Sicher ist es nötig, den Terror auch mit aller Gewalt abzuwehren. Dass dies aber…

Geschrieben am 24. August 2014 um 09:46 | Kategorie: Christian Seidel

Aus einem Essay von Christian Seidel für “Emotion” (09/14): Als ich aus der Frauenperspektive die Männer sah, farblose, verzwungene, zusammengehaltene Wesen, bekam mein Weltbild einen Riss: Konnte es sein, dass ich niemals verstanden hatte, was Weiblichkeit ist? Unentwegt versuchten diese Typen, Eindruck zu machen, indem sie Leistungen vollbrachten. Oft überflüssige. Verstohlen sahen sie mich dabei…

Geschrieben am 6. Februar 2014 um 12:27 | Kategorie: Christian Seidel

Aus meinem aktuellen Essay über die Identitätskrise der Männer für die Zeitschrift ‘ELLE’:    Das kann ein Mann nie, niemals. Auch nicht, wenn ich mich seelisch und körperlich noch so sehr aufarbeite, um in die Rolle einer Frau zu schlüpfen, ich werde es nie können: Leben schenken.   Es ist überflüssig, an diesem Gefälle zwischen…

Geschrieben am 3. Februar 2014 um 21:00 | Kategorie: Christian Seidel

Aus einem aktuellen Essay, den ich anläßlich meines neuen Buches für die Zeitschrift Myself geschrieben habe:   Kaum stand ich in Frauenkleidung da, war meine Existenz bedroht. Als hätte ich eine Sekte verlassen. Meine Männerfreunde wandten sich ab. Meine Beziehung stand auf dem Spiel. „Ich habe einen Mann geheiratet, keine Frau!“ „Nur wegen der Kleidung?…

Geschrieben am 7. Dezember 2013 um 17:35 | Kategorie: Christian Seidel

Ich würde mal sagen, mindestens 90 Prozent aller Schaufensterpuppen stellen Frauen dar. Und ihre modischen Klischees. Nach etlichen Sessions, in denen ich mich selbst in Schaufenster gestellt habe und Puppe gespielt habe, hat sich meine Meinung über die Puppen geändert.   Die meisten werden behaupten, dass die Weiblicheit einer Puppe mit der Kauflust der Frauen…

Geschrieben am um 16:51 | Kategorie: Christian Seidel

http://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8 Unbedingt ansehen (siehe Link). Bedenkenswert ist auch, dass solche Überlegungen bereits vor vielen Jahrzehnten existierten. Manchmal erscheint mir unsere heutige Zeit so, als hätten wir uns menschlich zurück entwickelt. In den sicheren Raum eines stereotypen Zusammenlebens, auf Kosten der Lebendigkeit und der Vielfalt. Tweet

Geschrieben am um 14:57 | Kategorie: Christian Seidel

Aus der Presseerklärung des Produzenten 3w-Film, Dr. Dariusch Rafiy:   Christian & Christiane 31.01.2014, 22:35 h, arte     Ein Mann beschließt, für mehr als ein Jahr lang seine Identität zu ändern und als Frau zu leben. Er ist der bestehenden Männerrolle überdrüssig und gibt als Motiv an, die Kluft zwischen Mann und Frau überwinden…

Geschrieben am um 14:05 | Kategorie: Christian Seidel

Für das Berliner Architekturforum BKult.de habe ich vor Kurzem einen Essay geschrieben. Die Themenstellung war: “Braucht Architektur eine Frauenquote”. Hier nochmal der Wortlaut, da ich mehrfach danach gefragt wurde:   Ja natürlich Frauenquote unbedingt. Allein die Debatte darüber ist aber bereits diskriminierend. Die Frauenquote kann nur eine Not- bzw. Übergangslösung sein. Für die Entwicklung einer…

Geschrieben am um 13:46 | Kategorie: Christian Seidel

Das hier ist eines der ganz wenigen leicht lesbaren Bücher, die ich zu dem Thema, dem ich mich in meinem neuen Buch über einen praktischen Selbstversuch zu nähern versuchte, empfehle. Tweet

Geschrieben am um 13:42 | Kategorie: Christian Seidel

Im Oktober 2013 hatte mich das Bremer Skulpturenmuseum Gernhard Marcks Haus für eine Performance eingeladen. Siehe anliegendes Foto. Das Projekt war in die ausgezeichnete Ausstellung des Museums zum Thema “Der menschliche Körper als Ausdrucksform” eingebettet. Mein Anliegen innerhalb der Performance war es, die Ressentiments vor allen Dingen männlicher Menschen gegenüber allem, was weiblich ist, aussieht,…

Geschrieben am um 13:26 | Kategorie: Christian Seidel

Von Kurdistan ging dieses Jahr eine großartige Kampagne aus, ich will noch einmal daran erinnern. Hier mein Kommentar mit Foto zu meiner Teilnahme an der Kampagne: Yes, “Being a woman is not a tool to humiliate or punish anyone”. But on this occasion I want to stress that in the first place women should be…

Geschrieben am 30. November 2013 um 21:10 | Kategorie: Christian Seidel

Mehr als ein Jahr lang schlüpft Christian Seidel in die Rolle einer Frau und hinterfragt als Christiane weibliche wie männliche Klischees. Während seines Selbstversuchs erfährt er nicht nur Neues über sein eigenes Mannsein und die Klischeebeherrschtheit seiner Welt. Er lernt die Weiblichkeit des Mannes als Tabu kennen und immer wieder fragt er sich: Wozu müssen Männer und Frauen überhaupt voneinander unterschieden werden? Warum grenzen Männer alles Weibliche so kategorisch aus? Was hat es mit der Rolle des Mannes heute auf sich? Wäre statt einer Frauenquote eine Männer-Minus-Quote nicht die konsequentere Lösung? Und: Sind Frauen vielleicht wirklich die besseren Männer? Eine mit brisanten Thesen gespickte Kritik über das geschlechtliche Miteinander.

Geschrieben am 23. November 2013 um 13:24 | Kategorie: Christian Seidel

So, was soll ich jetzt sagen, zwei Jahre Arbeit sind zu Ende. Aber die Manie geht weiter: Wildes Hacken in die Tastatur, herauskommende Worte, irgendwas muss doch noch zu Schreiben sein. Aber nein, es ist jetzt fertig, es kommt Anfang des Jahres bei Heyne heraus. Es = mein neues Buch.

Geschrieben am 15. August 2013 um 19:25 | Kategorie: Christian Seidel

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Geschrieben am 26. Mai 2013 um 18:21 | Kategorie: Christian Seidel

Wer wenn ich fragen darf, hat eigentlich diesen hirnaputierten Unsinn erfunden, dass Geschichten einen Anfang und ein Ende brauchen, dass sie einen Höhepunkt haben MÜSSEN, dass sie umso besser sind, desto mehr der Held gegen einen Gegner kämpft, dass der zuerst schwer leiden muss, dann fast untergehen sollte, bevor er sich selbst gotthaft aus der…

Geschrieben am 2. April 2013 um 10:02 | Kategorie: Christian Seidel

Vor mir steht beispielsweise eine Tasse Tee. Sie ist halb voll und der Tee ist kalt. Sofort denke ich Worte: „Schade. Wenig Tee. Kalt. Etwas zu braun geworden.“ Jemand ruft mich an: „Es ist acht Uhr! Du kommst schon wieder zu spät!“ Ich denke über mich: „Wie unzuverlässig, ich bin unpünktlich.“ Und über den Anrufer:…

Geschrieben am um 09:57 | Kategorie: Christian Seidel

Alles geht irgendwann einmal aus für uns. Außer die Worte. Ja genau, darum dreht sichs mir schon wieder. Troststrohhalme sind sie nämlich nur, nicht viel mehr. Sie können so wunderbar beschreiben. Und ja, die Sprache ist etwas absolut Einzigartiges. Selbst das Allerletzte und das absolut Hirnrissigste ist nämlich in Worte eingebettet. So wie auch immer…

Geschrieben am um 09:53 | Kategorie: Christian Seidel

  oder: die Freiheit der Worte und des Schweigens     In so vielen Regionen bäumt sich etwas auf. Auch wenn ich mit Freunden und Bekannten spreche, ist dieses Gefühl von Protest immer wieder spürbar. Dann kollabiert es aber gleich wieder: Denn eigentlich geht es uns doch gut. Doch dieses Gutgehen hat einen schalen Beigeschmack….

Geschrieben am 18. März 2013 um 14:51 | Kategorie: Christian Seidel

Vollständig leben   ‚Gaping‘ ist eine Technik, um die scheinbar überflüssigen Zwischenräume unseres Lebensalltages wieder zurück zu holen. Jeden Tag beschäftigen wir uns immer wieder ausgiebig damit, warum wir dieses oder jenes Vorhaben, das wir eigentlich gerne machen würden, lieber doch nicht durchführen. Der Grund dafür sind meistens die Umstände, die zu diesen Vorhaben führen…

Geschrieben am 11. März 2013 um 18:07 | Kategorie: Christian Seidel

Ein ganz normaler Weg. Sie sagen, Napoleon hätte ihn vor unendlich vielen Jahren einmal getrampelt. Später wurde er immer mehr ausgetreten. Schnell angelegt und mit riesigen Felsklötzen befestigt. Seit ich ihn kenne, heißt er Passegiatta Amatrice (Weg der Liebenden). Er ist einer der schönsten Spazierwege, die ich jemals lieben lernte. Unmittelbar am Meer. Erhaben ein…

Geschrieben am 10. März 2013 um 18:04 | Kategorie: Christian Seidel

Neujahr 2013: Wird das jetzt das ganze Jahr so weiter gehen?   Daß man in der Früh immer das Gleiche trinkt und isst. Dann untertags ständig unglaublich viel zu erledigen hat und ständig irgendwelchen Dingen zu entfliehen versucht. Dann nach der Arbeit Feierabend hat. Im Februar alkoholisch den Fasching feiert. An Ostern versucht was Besonderes…

Geschrieben am 9. März 2013 um 18:12 | Kategorie: Christian Seidel

  Eigentlich schade, dass der Begriff „Medien“, das Wort für eine nicht ganz leicht mit zwei Sätzen zu beschreibende Branche, auch die Journalisten umklammert. Und obendrein mittlerweile auch Schauspieler, Maler, Autoren…   Seit geraumer Zeit versuche ich, in diesem Betrieb nicht mehr mitzumachen. Meine Schwimmbewegungen neigen dabei oft zur Erschöpfung. Muskellähmung. Es geht ja nur…

Geschrieben am um 17:54 | Kategorie: Christian Seidel

    Ich neige zunehmend zu der Annahme, daß ein Mann eigentlich nichts anderes als eine Art Frau ist. Das zur Gender- Debatte. Tweet

Geschrieben am 17. Februar 2013 um 13:03 | Kategorie: Christian Seidel

Aufgrund der Vorbereitung meines neuen Buches schreibe ich zur Zeit kaum neue Blogs. Irgendwie hat sich das bisherige Thema für mich auch ausgeschrieben. Ich habe eigentlich alles dazu gesagt. Ich interessiere mich nun für etwas ganz Neues. Die Welt der Geschlechter. Frau und Mann. Der Schmelztiegel der Images und Klischees. Die Welt, um die am…

“The Biographer” – feature film

“The Biographer” – feature film
Feature Film, in dessen Zentrum der Widerspruch zwische Image und Wirklichkeit im Leben von Prinzessin Diana steht. Regie Phillip Saville, mit Faye Dunaway, Paul Mc Gann, Hugh Bonneville. Produzent Christian Seidel - (Feature film about the contradiction between image and reality in the life of Princess Diana. Directed by Philip Saville, starring Paul Mc Gann, Hugh Bonneville and Faye Dunaway. Produced by Christian Seidel)