Geschrieben am 11. November 2016 um 22:08 von

Nun ist unserer Welt Trump widerfahren. Es wurde ein politisch völlig unerfahrener Geschäftsmann und Talkshow-Randalierer zum Präsidenten der USA gewählt, dem mächtigsten Land der Welt. Am unglaublichsten aber ist, dass er offen lügen, beleidigen, sich aufführen konnte, ohne dass seine Beliebtheit Schaden genommen hätte, und dass die Wähler Trump nicht nur in Kauf nehmen, sondern…

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Geschrieben am 9. November 2016 um 12:08 von

Mit Donald Trump manifestiert sich die Wiederauferstehung eines fast schon versteinerten Geschlechterklischees: Die jenes Typen des sogenannten “Starken Mannes”, dessen ‘Stärke’ sich durch die Verbreitung von Angst manifestiert. Also genau das, was Trump macht: Rücksichtslosigkeit, Egozentrik, Wertelosigkeit, Alleingänge, Intoleranz, Unberechenbarkeit. Solche versteinerten ‘Starken Männer’ treten nie ab. Sie geben nicht nach. Sie sind in höchstem…

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Angela Merkel hat es gesagt: “Auch ich war schuld.” Die Selbstkritik der Kanzlerin offenbart, woran es bei der gesamten Debatte schmerzhaft fehlt: eine differenzierte, nach vorne blickende Kraft, auch den eigenen Standpunkt unter die Lupe zu nehmen, eine Vision, die Richtung weisen könnte. Und ein Versuch, zu verstehen, was zur Zeit wirklich geschieht. Das kann…

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Geschrieben am 18. Juli 2016 um 16:52 von
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Bei der radikal-islamischen Revolution im Iran wussten damals viele nicht, was ihnen bevorstand. Jetzt bei der Türkei weiß man es und kann es jeden Tag mitverfolgen. Und niemand tut etwas dagegen. Im Gegenteil: Die internationale Politik redet Erdogan sogar nach dem Mund. Das verstärkt Erdogans Fähigkeit, breite Bevölkerungsmassen in der Türkei mit seinem Radikal-Populismus aufzuhetzen….

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Nice terror attack July 14th, 2016

So weh es auch tut, aber es macht keinen Sinn und es bringt uns nicht weiter, wenn wir nur in Form von Widerstand, Abwehr, Gegenreaktion, Aufrüstung, Verschärfung und Rachegelüsten auf die unfassbare Anschlagserie reagieren, mit welcher der islamistische Terror Europa überzieht. Sicher ist es nötig, den Terror auch mit aller Gewalt abzuwehren. Dass dies aber…

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Geschrieben am 7. Juli 2016 um 12:30 von
Das neue Buch von Christian Seidel: Ab September auf dem Markt

NEUES BUCH AB SEPTEMBER ! GENDERKEY – Wie sich Frauen in der Männerwelt durchsetzen  Ein Leben auf Augenhöhe – Eine Kampfansage an die Geschlechterrollen und die Geschlechterklischees Mit einem Chat fing alles an. Alle Frauen, die daran teilnahmen, hatten ein gemeinsames Problem: Wie kann sich frau am besten in der Männerwelt durchsetzen? Insbesondere im Berufsleben…

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Geschrieben am 10. Februar 2016 um 16:20 von
Öffnung der Herzen

Was Angela Merkel mit dem Hereinlassen der Flüchtlinge begonnen hat, muss unbedingt fortgesetzt werden. Die Hilfe für Flüchtlinge muss weitergehen und verbessert werden. Die Arbeit an den Ursachen ist ein anderer, ein paralleler Aufgabenstrang. Es muss dringend alles nur Erdenliche dafür getan werden, dass dieser eingeschlagene Weg beibehalten wird. Denn es ist ein Weg, der…

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Geschrieben am um 13:17 von
Verschärfte Welt Fottos

Als der eiserne Vorhang fiel, hatte ich mich gefreut: Wow, endlich Friede, vielleicht können wir in den zukünftigen Jahrzehnten lernen, unsere Herzen zu öffnen. Als es mit der Globalisierung losging, hatte ich gedacht: Toll, die Welt öffnet sich, Kulturen begegnen sich, wir werden reicher, weil wir einander von dem etwas schenken, was die anderen nicht…

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Geschrieben am um 13:11 von
Europa Foto

“Europa muß unbedingt prüfen, ob es überhaupt noch eine ‘gemeinsame Wertebasis’ hat,” sagte Claudia Roth im Februar 2016 in den Heute-Nachrichten anläßlich der Flüchtlingsdebatte. Ja, sie hat Recht! Dass es offenbar nicht möglich ist, in dieser humanitären Katastrophe einen gemeinsamen, europäischen Konsens zu finden, dass Europa nicht als Ganzes handelt, hilft und unterstützt, ist doch…

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Geschrieben am 14. September 2015 um 09:20 von
Cup Tea Snagit

Manchmal sitze ich da, wortelos. Es kommt einfach kein Wort hoch, es fällt keines runter, es schießt keines durch mich hindurch. Genau in dem Moment gehts los, ob ich will, oder nicht. Ah toll! Keine Worte! How meditative! Ja, dieser freie Raum, dieser Space, dieses Leben, wie poetisch. Die halbe Tasse Tee starrt mich an,…

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Geschrieben am 21. Juni 2015 um 08:48 von
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Thinking or considering third Maidan, as I hear that many are doing right now, allways remember how last Maidan ended up in February 2014 – and prepare well enough !! : https://www.youtube.com/channel/UCJgjO9ZmD2jnCPzdOipi8jg Tweet

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Geschrieben am 14. Mai 2015 um 12:49 von

Er hat immer einen Spruch auf der Lippe. Extrem schnell kommt sein Kommentar. Meistens hat er was damit zu tun, dass er es sowieso weiß. Gut finden tut er etwas selten. Er strahlt, wenn er Herumkritteln kann. Natürlich spricht er gern von Mitgefühl, einen Tick zu oft, es klingt, als würde er über ein außenstehendes…

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Geschrieben am um 11:26 von

If I would interview the devil, and the devil tells me, that god is a creation of the hell, and that everything is different, may be I also would believe it – if I don’t know god. If I would speak with a killer, who is on flight, without having been punished, this killer also…

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Geschrieben am 5. März 2015 um 20:04 von

1,5 Milliarden Mehreinnahmen von ARD/ZDF! Durch die verschärfte Gebührenkontrolle… Wow, da kann das ja in dieses Armutsprogramm gesteckt werden. Finde ich schon. Mit 1,5 Milliarden kann man z.B. 2000 Filme à 1/2 Mio. Budget produzieren. Oder mehr Menschen einstellen, die ein besseres Programm entwickeln. Oder die bergabgehende Theaterkultur fördern. Man könnte schaun, dass man Geld…

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Geschrieben am 31. Dezember 2014 um 20:59 von

Wünscht für 2015, dass den gefährlichen Männern, die diese Welt regieren und ruinieren, die das menschliche Zusammenleben zerstören, für ihre Egokämpfe, ihre Testosteron-Orgien, ihren Macht- und Reichtumshunger, dass diesen Angebern und Despoten ein Ende gesetzt werden kann, oder dass zumindest größtmögliche Schritte auf dem Weg dahin gelingen. Ich wünsche mir, dass viel mehr Frauen an…

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Geschrieben am 17. Dezember 2014 um 22:41 von

Er weiß nicht nur alles. Er weiß es auch immer besser. Niemals gibt er Recht, da er seinen Senf immer oben draufsetzen muss. Denn er ist davon überzeugt, dass das, was er hat, nur seins ist. Für immer und ewig. Seine eigene Freiheit. Sein eigener Friede. Niemand darf den Schrebergarten seines Wohlgefühls berühren. Aus Angst…

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Geschrieben am 15. Dezember 2014 um 16:17 von
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„Wenn du einmal ein Mann bist, wirst du eine Frau lieben. Die Frau deines Lebens. Lass dir Zeit, diese eine Frau zu finden. Irgendwo wartet sie auf dich. Du wirst sie sofort erkennen. Wegen der Liebe. Wenn es dann soweit ist, wirst du wissen, was du zu tun hast. Das wirst du spüren, wenn du…

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  … die am 21. November 2013 ihren Anfang nahm. Dieses wunderbare ukrainische Volkslied “Hey Pleye Katcha”, gesungen von der ukrainischen Männergesangsgruppe “Pikkardiyska Tertsiya”, habe ich mit Erlaubnis der Sänger vor einigen Tagen in Wien während eines Konzertes im Florianssaal aufgenommen. Siehe dieser Link: https://www.youtube.com/watch?v=imR7NvdxX1M  ”Hey Pleye Katcha” wurde zufällig zur traurigen Hymne der Maidan-Bewegung,…

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Geschrieben am 9. November 2014 um 18:18 von
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München, 8. November 2014 – Heute früh beim Semmelholen, wieder mal so ein Typ zu mir, der zigste, seit mein Buch rauskam und seit die Zeitungen über meinen Selbstversuch schrieben: “Sie sind doch der, der sich vor ein paar Tagen als Verrückter für die Süddeutsche fotografieren hat lassen!” – Hiermit stelle ich generell richtig: 1….

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Geschrieben am um 17:52 von
Christian und Christiane

“Seelennackt“. So nannte ich diesen Zustand: Ich stand auf der Straße, in meinem ersten Kleid, knapp knielang, wunderschönes Dunkelblau – und fühlte mich komplett schutzlos. Langes, blondes Haar, ein natürlich aussehender Busen. „Echt wippend“, hatte die Verkäuferin betont. Ihr Geschäft beliefert allein im Einzugsbereich München über 70 000 Männer mit Brüsten und Perücken. „Nur wenige…

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Geschrieben am 12. Oktober 2014 um 14:46 von
Kultur des Tötens

Heute Abend mal wieder so eine Art Hochleistungs-Tatort. Mit “Blutfontänen im Stil von Tarantino” (Spiegel) soll er “vermutlich der beste Tatort des Jahres” sein. Wegen der Blutfontänen? Oder wegen der „47 Leichen, die seinen (Ulrich Tukurs) Weg säumen“ (Augsburger Allgemeine)? Ah! Tarantino hat jetzt Blutfontänen salonfähig gemacht.   Der pseudo-feuilletonische PR-Trubel um solche „Filme“ verbrämt…

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Geschrieben am 1. September 2014 um 00:08 von
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Dieses wunderschöne Dorf, dem Erdboden gleich gemacht von der russischen Armee, dieses Nowoswitliwka gibt es seit heute Nacht nicht mehr. – Nun versuche ich zur Zeit immer wieder, mich von diesem Geschehen zu distanzieren, aus meinen diesbezüglichen Aktivitäten heraus zu kommen. Doch es gelingt mir nicht. Zu sehr machen mich die fast täglich neuen Nachrichten…

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Geschrieben am 24. August 2014 um 09:46 von
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Aus einem Essay von Christian Seidel für “Emotion” (09/14): Als ich aus der Frauenperspektive die Männer sah, farblose, verzwungene, zusammengehaltene Wesen, bekam mein Weltbild einen Riss: Konnte es sein, dass ich niemals verstanden hatte, was Weiblichkeit ist? Unentwegt versuchten diese Typen, Eindruck zu machen, indem sie Leistungen vollbrachten. Oft überflüssige. Verstohlen sahen sie mich dabei…

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Geschrieben am 1. August 2014 um 14:40 von

 Hier ist die unglaubliche Geschichte des Roman Lyndov:   Ja, Roman Lyndov, dieser junge Typ Anfang 20, er war immer einer der aufgewachtesten Menschen, die ich überhaupt je kennengelernt hatte. So ein wunderbarer, hochintelligenter, witziger und menschenliebender Charakter. Sein Tatendrang hatte offenbar nirgendwo Grenzen gekannt. In seiner Freizeit durchschwamm er den ukrainischen Fluss Njepr hunderte…

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Geschrieben am um 14:36 von
Wolodymyr Juli 2014

 Nach einem halben Jahr Kampf, ach was, das ist eigentlich viel zu platt, also nochmal von vorn: Nach einem langen Kampf… Nein, das trifft auch nicht. Zu sehr Schablone. Auf Wolodymyr Gontscharowksi passt keine Schablone.   Er hatte ein turbulentes Leben. Im Rennen um das Glück hatte er nie die beste Startposition, vorsichtig ausgedrückt. Dann…

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Ukrainisches Fernsehen aktuell: Stündlich werden auf verschiedenen Kanälen Berichte übertragen, dass junge Männer zur Front eingezogen werden. Bilder mit Müttern, die flehend auf der Straße liegen und ihre Söhne nicht weglassen wollen. Entgegen Regierungsaussagen werden sogar Jungen abgeholt, die nicht geringste militärische Ausbildung haben. Das höre ich fast täglich. Jeden Tag tausende. Alleine im Bereich…

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Geschrieben am 4. Juni 2014 um 18:04 von
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Autore: Christian Seidel / Translazione: Jutta Kagerer     Un uomo non ci riesce, non ci riuscirà mai. Nemmeno se mi sforzo al massimo psicologicamente e fisicamente per entrare nel ruolo femminile non sarò mai in grado di donare la vita. Ogni discussione su questo tema è inutile, per quanto gli uomini vorrebbero provare il…

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Geschrieben am 4. Mai 2014 um 12:40 von
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Es wird so unglaublich viel theoretisiert. Die uralte, antiamerikanische Verschwörungstheorie grassiert natürlich schon wieder. Hinter allem stecken CIA und NSA. Teilweise mag das ja stimmen. Aber ganz ehrlich: Mir persönlich wäre eine amerikanische Vorherrschaft lieber, als eine russische, KGB-gesteuerte, menschenverachtende Doktrin, wie sie in Russland herrscht. Grundsätzlich glaube ich aber, dass solche Theorien überbewertet werden….

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Geschrieben am 26. April 2014 um 11:17 von
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 Frage: Wenn auf der anderen Straßenseite zwei Männer auf einen wehrlosen Menschen einprügeln, was machen wir dann? Vielleicht rufen wir zuerst einmal vielleicht hinüber, wollen vermitteln, fordern: “Sofort aufhören!” Die Männer aber rufen aufgebracht zurück: “Nein, wir sind es, die bedroht sind.” Und sie prügeln jetzt erst Recht auf den Menschen ein. Sie schreien: “Denn…

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Auf dem Weg zu Verletzten der Maidan-Schießereien

   Übersetzung des Interview mit Christian Seidel für die ukrainische Zeitung “Kyiv-Daily” über die Motivation für seine Ukraine-Aktivitäten , geführt durch die ukrainische Journalistin Olesya Yaremchuk in Lviv: (Originalwortlaut des Interviews auf Ukrainisch:  http://www.day.kiev.ua/uk/article/media/kristian-zaydel-ya-hochu-zrobiti-vse-shchob-zhertvi-ne-bulo-zabuto ) Der deutsche Autor und Produzent erläuterte im Interview mit der ukrainischen Zeitung “Kiew – Daily” , warum er Geld für…

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Geschrieben am 20. März 2014 um 23:02 von
Christian und Christiane

  Seelennackt“. So nannte ich diesen Zustand: Ich stand auf der Straße, in meinem ersten Kleid, knapp knielang, wunderschönes Dunkelblau – und fühlte mich komplett schutzlos. Langes, blondes Haar, ein natürlich aussehender Busen. „Echt wippend“, hatte die Verkäuferin betont. Ihr Geschäft beliefert allein im Einzugsbereich München über 70 000 Männer mit Brüsten und Perücken. „Nur…

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Essay fuer ELLE, russisch: Мужчины тоже рождаются от женщин – или:  Почему женственность наконец то  больше не табу Русский перевод эссе немецкого писателя Кристиана Зайделя для мартовском номера журнала “ELLE” по случаю издания своей книге «Женщина во мне“:   Этого   не сможет мужчина  никогда, никогда.  Даже если я морально   и физически постараюсь  воплотиться  в роль…

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Geschrieben am 25. Februar 2014 um 22:59 von
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Buchautor Christian Seidel ruft Hilfsaktion für Kiewopfer ins Leben.   news aktuell, München, 25. Februar 2014 – Der Münchner Buchautor Christian Seidel will mit einer Spendenaktion den Hinterbliebenen der Todesopfer in Kiew helfen. Mit seinem spontanen Engagement will der Autor nicht nur unterstützen und am Schicksal der ca. 100 Toten, sowie ca. 1000 Verletzten teilnehmen….

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Geschrieben am 23. Februar 2014 um 15:44 von
Maidan Herz

Почему мое сердце бьется за Майдан 10 лет назад  я узнал и полюбил Украину. Для меня это как моя вторая  родина. Причина, по которой я в течение некоторого времени занимаюсь  моими исследованиями и комментариями в том, что я не вижу другого пути, чтобы помочь защитникам  Майдана . Потому что есть очень много вещей, которые должен…

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Geschrieben am um 15:25 von
Maidan Herz

Ich habe die Ukraine seit ca. 10 Jahren kennen und lieben gelernt. Für mich ist sie so etwas wie meine zweite Heimat. Der Grund, warum ich mich seit einiger Zeit mit meinen Recherchen, Posts und Kommentaren so sehr für die Vorgänge in der Ukraine und am Maidan engagiere, ist, weil ich keine andere Möglichkeit sehe,…

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Geschrieben am 18. Februar 2014 um 11:24 von
Liebe

Stellen wir uns in der Liebe nicht oft die gleichen Fragen, wie in der Arbeit? „Habe ich alles richtig gemacht, Schatz?“ Als würde sogar die Liebe ein einziger Prüfstand sein. Nur um dieses „es ist alles o.k.“ zu ernten, dieses „Du bist gut!“. Oder eben das: „Ich liebe Dich!“ Dieser Minisatz löst die absurdesten Verhaltensweisen und Reaktionen aus. Fast jeder Mensch jubelt innerlich, wenn er sein Lieblingsgericht vorgesetzt oder eine Traumreise angeboten bekommt. Mit Freude nimmt er dieses Geschenk an. Beim schönsten aller Gefühle ist das allerdings anders.

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Geschrieben am 6. Februar 2014 um 12:27 von
In alten Rollenklischees verheddert: Der heutige Mann ist ein Mann von gestern.

Aus meinem aktuellen Essay über die Identitätskrise der Männer für die Zeitschrift ‘ELLE’:    Das kann ein Mann nie, niemals. Auch nicht, wenn ich mich seelisch und körperlich noch so sehr aufarbeite, um in die Rolle einer Frau zu schlüpfen, ich werde es nie können: Leben schenken.   Es ist überflüssig, an diesem Gefälle zwischen…

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Geschrieben am 3. Februar 2014 um 21:00 von
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Aus einem aktuellen Essay, den ich anläßlich meines neuen Buches für die Zeitschrift Myself geschrieben habe:   Kaum stand ich in Frauenkleidung da, war meine Existenz bedroht. Als hätte ich eine Sekte verlassen. Meine Männerfreunde wandten sich ab. Meine Beziehung stand auf dem Spiel. „Ich habe einen Mann geheiratet, keine Frau!“ „Nur wegen der Kleidung?…

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Geschrieben am 7. Dezember 2013 um 17:35 von
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Ich würde mal sagen, mindestens 90 Prozent aller Schaufensterpuppen stellen Frauen dar. Und ihre modischen Klischees. Nach etlichen Sessions, in denen ich mich selbst in Schaufenster gestellt habe und Puppe gespielt habe, hat sich meine Meinung über die Puppen geändert.   Die meisten werden behaupten, dass die Weiblicheit einer Puppe mit der Kauflust der Frauen…

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http://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8 Unbedingt ansehen (siehe Link). Bedenkenswert ist auch, dass solche Überlegungen bereits vor vielen Jahrzehnten existierten. Manchmal erscheint mir unsere heutige Zeit so, als hätten wir uns menschlich zurück entwickelt. In den sicheren Raum eines stereotypen Zusammenlebens, auf Kosten der Lebendigkeit und der Vielfalt. Tweet

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Aus der Presseerklärung des Produzenten 3w-Film, Dr. Dariusch Rafiy:   Christian & Christiane 31.01.2014, 22:35 h, arte     Ein Mann beschließt, für mehr als ein Jahr lang seine Identität zu ändern und als Frau zu leben. Er ist der bestehenden Männerrolle überdrüssig und gibt als Motiv an, die Kluft zwischen Mann und Frau überwinden…

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Für das Berliner Architekturforum BKult.de habe ich vor Kurzem einen Essay geschrieben. Die Themenstellung war: “Braucht Architektur eine Frauenquote”. Hier nochmal der Wortlaut, da ich mehrfach danach gefragt wurde:   Ja natürlich Frauenquote unbedingt. Allein die Debatte darüber ist aber bereits diskriminierend. Die Frauenquote kann nur eine Not- bzw. Übergangslösung sein. Für die Entwicklung einer…

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Geschrieben am um 13:46 von
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Das hier ist eines der ganz wenigen leicht lesbaren Bücher, die ich zu dem Thema, dem ich mich in meinem neuen Buch über einen praktischen Selbstversuch zu nähern versuchte, empfehle. Tweet

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Geschrieben am um 13:42 von
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Im Oktober 2013 hatte mich das Bremer Skulpturenmuseum Gernhard Marcks Haus für eine Performance eingeladen. Siehe anliegendes Foto. Das Projekt war in die ausgezeichnete Ausstellung des Museums zum Thema “Der menschliche Körper als Ausdrucksform” eingebettet. Mein Anliegen innerhalb der Performance war es, die Ressentiments vor allen Dingen männlicher Menschen gegenüber allem, was weiblich ist, aussieht,…

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Von Kurdistan ging dieses Jahr eine großartige Kampagne aus, ich will noch einmal daran erinnern. Hier mein Kommentar mit Foto zu meiner Teilnahme an der Kampagne: Yes, “Being a woman is not a tool to humiliate or punish anyone”. But on this occasion I want to stress that in the first place women should be…

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Geschrieben am 30. November 2013 um 21:10 von
Christian Seidel as Christiane Seidel in 2014 during a photoshooting for his experiment

Mehr als ein Jahr lang schlüpft Christian Seidel in die Rolle einer Frau und hinterfragt als Christiane weibliche wie männliche Klischees. Während seines Selbstversuchs erfährt er nicht nur Neues über sein eigenes Mannsein und die Klischeebeherrschtheit seiner Welt. Er lernt die Weiblichkeit des Mannes als Tabu kennen und immer wieder fragt er sich: Wozu müssen Männer und Frauen überhaupt voneinander unterschieden werden? Warum grenzen Männer alles Weibliche so kategorisch aus? Was hat es mit der Rolle des Mannes heute auf sich? Wäre statt einer Frauenquote eine Männer-Minus-Quote nicht die konsequentere Lösung? Und: Sind Frauen vielleicht wirklich die besseren Männer? Eine mit brisanten Thesen gespickte Kritik über das geschlechtliche Miteinander.

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Geschrieben am 23. November 2013 um 13:24 von
DIE FRAU IN MIR

So, was soll ich jetzt sagen, zwei Jahre Arbeit sind zu Ende. Aber die Manie geht weiter: Wildes Hacken in die Tastatur, herauskommende Worte, irgendwas muss doch noch zu Schreiben sein. Aber nein, es ist jetzt fertig, es kommt Anfang des Jahres bei Heyne heraus. Es = mein neues Buch.

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Geschrieben am 17. September 2013 um 18:49 von
PK im Kanzleramt vor G-20-Gipfel

Gut geht’s uns hier, oder? Muss man nichts mehr machen. Freiheit, also latsch ich mal wieder rüber zu dem Wahllokal am nächsten Sonntag. Da wir aber alles haben – was sollten wir dann noch kritisch betrachten? Halt ein Demokratie-Kreuz machen.   Sich beschweren, ja, das geht auch noch. Das ist wenigstens so eine Art Protest-Aktivität….

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Geschrieben am 22. August 2013 um 11:49 von
bkult Chat auf FB

‘Braucht die Architektur eine Frauenquote?’ – Ja! Aaaber… … nur als Notlösung. Dieser aktuelle Essay über für eine Männer-Minus-Quote ist in voller Länge hier bei bkult nachzulesen:https://www.facebook.com/bkult.de?fref=ts http://www.bkult.de/de_DE/1030.braucht_architektur_eine_frauenquote/1055.christiane_seidel     Tweet

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Geschrieben am 15. August 2013 um 19:25 von
Nicolas Roeg in London, Sommer 2013

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Geschrieben am 26. Mai 2013 um 18:21 von
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Wer wenn ich fragen darf, hat eigentlich diesen hirnaputierten Unsinn erfunden, dass Geschichten einen Anfang und ein Ende brauchen, dass sie einen Höhepunkt haben MÜSSEN, dass sie umso besser sind, desto mehr der Held gegen einen Gegner kämpft, dass der zuerst schwer leiden muss, dann fast untergehen sollte, bevor er sich selbst gotthaft aus der…

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Geschrieben am 2. April 2013 um 10:02 von
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Vor mir steht beispielsweise eine Tasse Tee. Sie ist halb voll und der Tee ist kalt. Sofort denke ich Worte: „Schade. Wenig Tee. Kalt. Etwas zu braun geworden.“ Jemand ruft mich an: „Es ist acht Uhr! Du kommst schon wieder zu spät!“ Ich denke über mich: „Wie unzuverlässig, ich bin unpünktlich.“ Und über den Anrufer:…

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Alles geht irgendwann einmal aus für uns. Außer die Worte. Ja genau, darum dreht sichs mir schon wieder. Troststrohhalme sind sie nämlich nur, nicht viel mehr. Sie können so wunderbar beschreiben. Und ja, die Sprache ist etwas absolut Einzigartiges. Selbst das Allerletzte und das absolut Hirnrissigste ist nämlich in Worte eingebettet. So wie auch immer…

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Geschrieben am um 09:53 von
Vom Aussterben bedrohte Spezies? "Die Intellektuellen haben die Macht der Kritik" (Umberto Eco). Doch wo sind sie? Wer druckt noch ihre Worte? Und wer ließt das dann?

  oder: die Freiheit der Worte und des Schweigens     In so vielen Regionen bäumt sich etwas auf. Auch wenn ich mit Freunden und Bekannten spreche, ist dieses Gefühl von Protest immer wieder spürbar. Dann kollabiert es aber gleich wieder: Denn eigentlich geht es uns doch gut. Doch dieses Gutgehen hat einen schalen Beigeschmack….

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Geschrieben am 18. März 2013 um 14:51 von
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Vollständig leben   ‚Gaping‘ ist eine Technik, um die scheinbar überflüssigen Zwischenräume unseres Lebensalltages wieder zurück zu holen. Jeden Tag beschäftigen wir uns immer wieder ausgiebig damit, warum wir dieses oder jenes Vorhaben, das wir eigentlich gerne machen würden, lieber doch nicht durchführen. Der Grund dafür sind meistens die Umstände, die zu diesen Vorhaben führen…

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Geschrieben am 11. März 2013 um 18:07 von
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Ein ganz normaler Weg. Sie sagen, Napoleon hätte ihn vor unendlich vielen Jahren einmal getrampelt. Später wurde er immer mehr ausgetreten. Schnell angelegt und mit riesigen Felsklötzen befestigt. Seit ich ihn kenne, heißt er Passegiatta Amatrice (Weg der Liebenden). Er ist einer der schönsten Spazierwege, die ich jemals lieben lernte. Unmittelbar am Meer. Erhaben ein…

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Geschrieben am 10. März 2013 um 18:04 von
Sektglas

Neujahr 2013: Wird das jetzt das ganze Jahr so weiter gehen?   Daß man in der Früh immer das Gleiche trinkt und isst. Dann untertags ständig unglaublich viel zu erledigen hat und ständig irgendwelchen Dingen zu entfliehen versucht. Dann nach der Arbeit Feierabend hat. Im Februar alkoholisch den Fasching feiert. An Ostern versucht was Besonderes…

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Geschrieben am 9. März 2013 um 18:12 von

  Eigentlich schade, dass der Begriff „Medien“, das Wort für eine nicht ganz leicht mit zwei Sätzen zu beschreibende Branche, auch die Journalisten umklammert. Und obendrein mittlerweile auch Schauspieler, Maler, Autoren…   Seit geraumer Zeit versuche ich, in diesem Betrieb nicht mehr mitzumachen. Meine Schwimmbewegungen neigen dabei oft zur Erschöpfung. Muskellähmung. Es geht ja nur…

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Geschrieben am um 17:54 von
Mann = Frau

    Ich neige zunehmend zu der Annahme, daß ein Mann eigentlich nichts anderes als eine Art Frau ist. Das zur Gender- Debatte. Tweet

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Geschrieben am 17. Februar 2013 um 13:03 von
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Aufgrund der Vorbereitung meines neuen Buches schreibe ich zur Zeit kaum neue Blogs. Irgendwie hat sich das bisherige Thema für mich auch ausgeschrieben. Ich habe eigentlich alles dazu gesagt. Ich interessiere mich nun für etwas ganz Neues. Die Welt der Geschlechter. Frau und Mann. Der Schmelztiegel der Images und Klischees. Die Welt, um die am…

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Geschrieben am 22. Oktober 2012 um 11:57 von

Christian Seidal: “Hochnebel im Kopf”, 22.10.2012   24 Stunden hat der Tag. Davon sind wir meistens so um die 15 – 16 Stunden lang wach. Zwei bis drei Stunden gehen fürs Essen weg. Dabei beeilen wir uns aber bereits. Es bleiben noch 13 – 14 Stunden. Die unbeliebten Zeiten, die man immer vermeiden und wegdrücken…

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Geschrieben am 30. September 2012 um 17:53 von

Wieder einmal wollte ich an meinem Buch weiterschreiben. Gräßlich, dass ich aber immer nach den Verkaufszahlen gefragt werde. Wenn ich abends zum Essen koche, fragt mich keiner meiner Freunde: “Wieviele waren das letzte Mal beim Essen dabei? Und wieviele waren maximal schon da?” Der Erfolg meiner Abendessen misst sich an der Qualität des Gekochten und…

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Geschrieben am 23. Mai 2012 um 22:15 von
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Naja, eigentlich weiß ich nichts. Was soll ich schon sagen? Es sind doch letztlich alles nur Wortaneinanderreihungen. Immer wenn ich mit Worten zu tun habe, bekomme ich das Gefühl, daß irgendetwas zu bewerten beginnt, zu beurteilen und zu kommentieren, und daß ich scheitern könnte, weil ich nicht scharf genug ausdrücken kann, was ich meine. Oder…

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Geschrieben am 26. März 2012 um 11:07 von
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Ich will heute von einem meiner größten Abenteuer erzählen, welches bis heute andauert. Ich glaube, es handelt sich dabei um eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Ich spreche vom ‘aktiven Nichtstun’. Umso mehr ich es versuche, desto mehr bemerke ich den Sinn davon, einfach Nichts zu tun. Mit ‘Nichtstun’ meine ich nicht, sich aus der…

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Geschrieben am 25. März 2012 um 16:12 von
Ausgelöschte Feuer 2

Nachdem er sich meinen Heidelberger Vortrag zum Thema “Der Sinn vom Erfolg in der Gemeinschaft” angesehen hatte, sprach mich ein alter Kollege aus der Medienbranche (die mir mittlerweile wie ein postmoderner Unterhaltungszirkus vorkommt) an und meinte: „Interessanter Titel, dein Buch. ‚Gewinnen ohne zu Kämpfen‘. Das ist aber nichts für mich. Ich brauche den Kampf. Ohne Konkurrenz…

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Geschrieben am 24. März 2012 um 11:55 von
Zwangsentspannung

Wochenende. Habe jetzt ausreichend lange ins Wasser geschaut. In das von dem Fluß, der dort draussen vorbeifließt. Mein Gewissen ist ruhig. Entspannung pur ist das, dieses Inswasserschauen. Fast als könne man sie trinken. Ein paar Stunden sind schon wieder vorbei. Noch immer ist Zwangsentspannung angesagt. Ich richte hierzu gleich noch ein paar zusätzliche Empfehlungen an…

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Geschrieben am 23. März 2012 um 22:15 von
Dachgiebel mit Kran

Mache ich wirklich immer das, was ich gerade will? Die Möglichkeiten hierfür multiplizieren sich jedenfalls ununterbrochen in einer unermesslichen Vielfalt. Es ist für mich kaum zu überblicken, ob mein soeben erfolgter Blick aus dem Fenster wirklich gewollt war. Er ist einfach geschehen. Ein Geräusch hatte ihn angezogen. Es war etwas Undefinierbares. Als würde irgendwer in…

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Geschrieben am 22. März 2012 um 13:25 von
Blauer Schmetterling 1

Gehen die Zeiten, die wir so schön finden, nicht wie Wimpernschläge, so schnell, vorbei? Freie Abende oder Minuten, Wochenenden oder der Blick nach draussen in den Himmel? Die restlichen Zeiten versuche ich oft ganz schnell fertig zu kriegen, durchzuarbeiten, mich zu disziplinieren, herumzukriegen, abzuleben. Ich war gestern schockiert, als ich es mir zusammengerechnet hatte, wie…

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Geschrieben am um 13:23 von

S-Bahn-Intriganten Ich bin stinkesauer. Bin wieder einmal mit der S-Bahn vom Flughafen in die Stadt hineingefahren. Da standen sie wieder herum. Einsam in ihre i-Phones beschwörende Sätze hineinraunend. Uniformiert gedresst in dunkle Anzüge. Und jeder kriegt alles mit. Mehr als zehn  in der Zahl waren es heute. Sie kannten sich nicht und dennoch war ihr…

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Geschrieben am um 10:37 von

Wir waren völlig übernächtigt und fertig und irgendwo am Gardasee griff bei 220 km/h der Sekundenschlaf nach unserem Wagen. Nach den Überschlägen stürzten wir in einen Abgrund, in einen Hügel voller Weinstöcke. Da hockte ich nun und blickte mich um und zum ersten Mal in meinem ‚erfolgreichen’ Leben sah ich einen blauen Schmetterling. Er zog…

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Geschrieben am 19. März 2012 um 23:00 von

So: Auf die Plätze, fertig – und los geht’s wieder! Was wird diese Woche bringen?  Montag war für mich immer der Tag, an dem etwas Neues losgehen sollte und in Wirklichkeit das Alte weiterging. Bis ich die Nase voll davon hatte. Ich lebe nur einmal, dachte ich mir. So beschloss ich, nur noch zu machen,…

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Geschrieben am um 22:56 von

Er ist wieder vorbei, der Wochenend–Zwischenraum. Kaum ersehnt, kaum dagewesen, vielleicht einmal kurz etwas gemacht, was man wirklich wollte. Wenn man ehrlich ist, vermutlich nur ein bißchen was von dem. Dann ist er schon wieder weg, dieser Zwischenraum, diese ersehnte, freie Zeit. Sind Wochenenden nicht wie Wimpernschläge? Und: Ist es nicht mit dem gesamten Leben…

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Geschrieben am 12. März 2012 um 11:14 von

Er ist hart. Und das macht ihn banal. Es ist keine besondere Erfahrung, wenn man bei Steinen nur die Härte empfinden kann. Menschen können Steine werden. Und wenn sich solche Menschensteine fortwährend Kraft ihrer Profession mit der Steinerweichung beschäftigen, tut sich ein großes Fragezeichen auf, warum es dennoch immer bei dieser Härte bleibt. Menschen, die…

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Geschrieben am 27. Februar 2012 um 08:54 von

Es gab einmal einen kreativen Mann. Er war ein sehr stolzer Mann, denn er war der Worte mächtig. Er wollte mit den Worten umgehen wie ein Pianist mit seinem Klavier und so übte er und schrieb und sprach und er hörte und er dachte, er praktizierte die Kunst der Worte in allen nur erdenklichen Kombinationen….

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Geschrieben am 18. Februar 2012 um 14:54 von

Vor mir steht beispielsweise eine Tasse Tee. Sie ist halb voll und der Tee ist kalt. Ich denke: Schade. Wenig Tee. Kalt. Etwas zu braun geworden. Oder jemand sagt mir: Es ist acht Uhr! Du kommst zu spät! Ich denke: Unzuverlässig, ich bin unpünktlich. Automatisch wandern meine Gedanken zu der Person, die auf mich wartet….

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Geschrieben am 17. Februar 2012 um 13:09 von

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Geschrieben am 9. Februar 2012 um 16:52 von

  Würden Frauen, wenn es kein Wort für „Handtaschen“ gäbe, keine Handtaschen mehr kaufen? Könnten wir lieben, wenn es für die Liebe dieses Wort nicht gäbe? Und verstünden wir etwas von Krieg oder Betrug, wenn dies alles nicht durch Worte und tausende Bücher, in denen Millionen Worte stehen, definiert wäre?   Irgendwann einmal wurde das…

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Geschrieben am 5. Februar 2012 um 00:54 von

So, jetzt will ich mal was sagen. Dieses Gewäsch, was ich ständig von mir gebe. Ja, ich habe eine Pause gemacht. Wie ein Alkoholiker, der nach einem Monat Trockenheit meint, er sei jetzt weg von der Sucht. Und dann kommt sie zurück, die Wortlawine. Plötzlich überschwappt sie mich. Sie sucht nach Kombinationen und Ausdrucksformen. Ich…

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Geschrieben am 12. Januar 2012 um 23:05 von

Was wäre eigentlich, wenn es all das nicht gäbe? Skandale gibt es doch nur, weil sich Menschen darüber aufregen, daß sich andere Menschen nicht so verhalten, wie sie es sollten. Das fortwährende Geplappere darüber existiert nur deswegen, weil es Aufregorgane gibt, die fortwährend unser Defizit der Fähigkeit zur Eigenverantwortlichkeit betonen und mit Maßregelungen ersetzen. Sie…

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Geschrieben am 2. Januar 2012 um 00:14 von

Zwölf Stunden im neuen Jahr. Ich bin immer noch derselbe! Das Feuerzeug in der rechten Hosentasche. Mal in der linken. Es könnte auch Kleingeld sein, wonach ich schon mein ganzes Leben lang suche. Vielleicht sind es eben wirklich nicht die großen, sondern die kleinen Dinge, um die sich alles dreht. Aber sind kleine Dinge nicht…

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Geschrieben am 15. Dezember 2011 um 10:39 von

Kommentar anläßlich der Anfeindungen gegen die Tagesspiegel-Kolumnistin Hatice Akyün.   In Vietnam geriet vor kurzem eine wunderschöne, vielleicht zwanzigjährige Frau mit einer undefinierbaren Chemikalie in Kontakt. Nach wenigen Wochen sah sie aus wie eine häßliche, verschrumpelte 80jährige. Erschreckend. Zuerst schauten sie alle hin. Es war so sensationell, wie bei einem irren Unfall. Dann aber wurde…

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Geschrieben am 13. Dezember 2011 um 07:52 von

Ist die “Weisse Rose” am Ende angegraut? Der Abend war dem Münchner Gedächtnis an die “Weisse Rose” gewidmet. Immerhin ging es in der Eröffnungsrede im Münchner Literaturhaus erst einmal mit einem rhetorischen Modernisierungsversuch los: Die Antifaschismus – Kampagne des FC Bayern mußte herhalten. Mit dieser eigenartigen Anleihe aus einem populären Trendthema sollte dem Abend vielleicht…

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Geschrieben am 11. Dezember 2011 um 20:52 von

Der Moment der Stille ist ein Zwischenraum. Er befand sich einmal  immer dort, wo ich nicht war. Wenn ich Ruhe haben wollte, legte ich deswegen eine gute Platte auf. Oft hab ich die dann voll aufgedreht. Heute muß Stille trainiert werden. Der Yogakurs. Das Zen-Buch auf dem Sofa, die Vorhänge zugezogen, das Räucherstäbchen angezündet, den…

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Geschrieben am 9. Dezember 2011 um 21:26 von

Stehenbleiben oder weitergehen? Das Ampelgefühl schon wieder. Wie ich ihn hasse, diesen Druck, zu müssen und nicht zu können. Zu wollen und nicht zu dürfen. Oder umgekehrt: Nichts zu wollen, aber mich nicht gegen dieses innerliches Drängen erwehren zu können.   In diesem Fall standen ein mir unbekannter Mann und ich vor einem Bild und…

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Geschrieben am 3. Dezember 2011 um 19:23 von

Es funktioniert wieder mal nicht so, wie ich will. Und diese Worte jetzt, allein diese Worte schon, die schreibe ich mit Müdigkeit, was ich mir wirklich anders vorgestellt habe. Schreiben, das war es, was ich wollte, sonst Nichts! Endlich wieder ins Schreiben reinkommen. Ich wollte mich hinsetzen und losschreiben. Schon vor ein paar Wochen. Vor…

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Geschrieben am 22. November 2011 um 00:38 von

Um Deutschlands Reputation geht es eigentlich gar nicht mehr. Zwar ist es bemerkenswert, daß Angela Merkel es war, die sofort sagte, daß es eine „ Schande“ sei, was hier geschieht. Doch viel interessanter ist es doch, daß das bisher sonst kaum einer ähnlich deutliche Worte gefunden hat. Was ist mit Deutschlands Innenminister? Er ist doch…

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Geschrieben am 20. November 2011 um 02:09 von

Gedanken zur bevorstehenden Volksabstimmung “Stuttgart 21″: Am kommenden Sonntag, den 27. November 2011 wird in Baden Württemberg das Stuttgarter Bahnhofsproblem zu Ende gewählt. Dieses Problem ist seit längerer Zeit sowieso seiner Konkurrenzschwäche gegenüber lauteren Aktualitäten erlegen. Im Vergleich dazu erscheint es als vergleichsweise marginal. Ich hab mich aber trotzdem nun mal gefragt: Was würde ich…

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Geschrieben am 3. November 2011 um 07:56 von

Ich würde gerne ein bißchen mehr für den Kühlschrank einkaufen. Doch alleine der Umstand, zum Supermarkt zu kommen, erschwert dieses Vorhaben bereits gewaltig. Und gestern Abend wollte ich ein Buch lesen. Doch irgendwie hatte ich den Eindruck, daß es zu dunkel in meinem Arbeitszimmer war. Erleichtert legte ich das Buch auf die Seite und beschloß,…

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Geschrieben am 23. Oktober 2011 um 15:03 von

Zum Tode von Yue Yue Die zweijährige Yue Yue ist jüngst an ihren schweren Verletzungen gestorben. Sie war in der chinesischen Provinz Guangdong auf offener Straße von einem Lieferwagen von dessen Vorderreifen überrollt worden.  Der Wagen stoppte und entschloß sich sodann zur Weiterfahrt, wobei er das Opfer nochmals mit den Hinterreifen überrolte. Das Mädchen blieb…

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Geschrieben am 14. Oktober 2011 um 19:54 von

Als ich noch ein ganz kleiner Junge war, habe ich eine zeitlang gerätselt, was das ist: ein Freund. Mein Vater hatte so einen. Der kam alle paar Tage mal vorbei, oder mein Vater ging ihn besuchen. Sie redeten mal viel. Ein anderes mal saßen sie nur da und spielten Schach. Oder sie gingen wortlos miteinander…

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Geschrieben am 10. Oktober 2011 um 14:33 von

Das Wort ‚Herz‘ hat mich vor wenigen Tagen sehr gereizt, nämlich, als die Nachricht vom Tode Steve Jobs um die Welt ging und plötzlich fast ein jeder dessen ‚Herzenssprüche‘ postete. „Man solle nach dem Herzen leben“ etc. – so in etwa lauteten die Jobs-Zitate, die in wellige Linien gerahmt, oder in mausgraue Fonds gestellt herüber…

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Geschrieben am 7. Oktober 2011 um 10:48 von

Eine Art Fieberausbruch hat mich heute endlich wieder in einen tieferen Kontakt mit meinem Bett gebracht. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit bin ich mitten am Tag unter die Decke geschlüpft. Mein Gefühl dabei war von einer zwiespältigen Wohligkeit und vom Anflug eines schlechten Gewissens geprägt. Man geht doch nicht einfach so mitten am Tag…

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Geschrieben am 6. Oktober 2011 um 12:16 von

Zum Tode von Steve Jobs   Gestatten oder werde ich jetzt gelyncht? Meine Worte über den Tod des Applechefs Steve Jobs werden nämlich persönlich sein, so wie die Verehrung vieler für ihn auch eine persönliche und – wie es mir erscheint – völlig irrationale ist. Ich interessiere mich eigentlich nicht für Computermanager oder Firmengurus. Doch…

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Geschrieben am 1. Oktober 2011 um 21:30 von

Nein, es braucht sie nicht, die Notbremse. Wir sind ja gar nicht in Fahrt. Das angenommene Tempo existiert nicht. Es ist nur eine Addition von Begriffen und Verständniskonglomeraten. – Die rasen alle so schnell! Können sie nicht weiter weg von mir vorbeigehen. Warum sprechen sie so laut? Die klickenden Fotokameras der Touristen, welche die Münchner…

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Geschrieben am 29. September 2011 um 16:36 von

Ich war naiv. Onlinebanking – Betrug? Ich doch nicht, so ein Blödsinn! Ich hatte gedacht, es trifft immer nur die anderen. Und das sind vereinzelte Unglückliche, deren Schicksal von den Panikmachern zum Katastrophenszenario aufgebauscht wird….(mehr)   Menschen, die ihr Geld an Betrüger verlieren, hatten für mich immer etwas Naives. Online – Banking mit TAN –…

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Geschrieben am 24. September 2011 um 19:55 von

Es ist, als würde etwas nicht stimmen. Als würde da etwas zittern. Irgendwas. Ununterbrochen. Manchmal bemerke ich es nicht. Vielleicht, weil  es von Erlebnissen oder Gefühlen überlagert wird. Dann ist es plötzlich wieder da. Ja, es stimmt: Es ist DIE Unruhe. Sie ist einfach da. Vermutlich ist sie nie weg. Sie ist ein Teil von…

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Geschrieben am 23. September 2011 um 11:42 von

Mensch bist Du nervös. Diese Unruhe. Der ist nicht meditativ. Er gibt den Geläuterten und redet nur geschwollen daher. Er kommt aus dem Vermarkten nicht heraus. Wertedepp, dieser. Ja, nur wer wirklich Ruhe ausstrahlt, der hat auch das Recht, über die Ruhe zu reden.   Denn nur wer die Werte wirklich lebt, ist berechtigt, über…

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Geschrieben am 22. September 2011 um 12:14 von
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Im Ernst, ich versuche gerade, alles zu geben, um möglichst fraglos dreinzuschauen. Aber es gelingt mir nicht. Es muß aber doch irgendwie möglich sein, damit anzufangen, mit einem unschuldigen und fraglosen Dasein an einem wunderbaren Tag wie diesem. Mit dem richtigen Blick vielleicht. Doch morgens in der Früh wirft der im Badezimmerspiegel meistens gleich einen…

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Geschrieben am 20. September 2011 um 10:20 von

GEWINNEN OHNE ZU KÄMPFEN – DIE MODERNEN MAXIMEN DES ERFOLGES (Niederschrift eines Vortrages während des Maia-Erfolgskongresses im Dortmunder Hilton-Hotel am 18. September 2011) Diese Textstelle beschreibt ein Beispiel dafür, wie es schief gehen kann, wenn man durch kämpfen zu gewinnen versucht: Textstelle S. 19 im Buch „Gewinnen ohne zu Kämpfen“.   Wir alle sind Träger…

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Geschrieben am 19. September 2011 um 21:16 von

Aus aktuellem Anlaß: Aus aktuellem Anlaß hier ein Auszug aus dem Teil in meinem Buch, in dems um die “Integrität” geht:   “Heute um fünf Uhr beginnt der nächste Kampf gegen Chy-Eun, gleich zu Beginn des Nachmittagstrainings. Während unseres Spaziergangs auf dem Klosterweg fragt mich Karl, warum ich mich mit diesen Freikämpfen so unter Druck…

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Geschrieben am 15. September 2011 um 13:40 von

Seung-Bae Kim from Daebul University South Korea has repeated this advise today. I thought, that this photo of master-photographer Karl Kramer, made in the korean hills during a wonderful trip we have joined together with grandmaster Ko Eui-Min and master Ko Young-Jae sabomnim, would fit beautifully with it, don’t you? DON’T FORGET THESE 10 PHRASES…

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Da ich in letzter Zeit oft danach gefragt worden bin, hier ein paar Worte über meine Arbeit:   Ich unterstütze Menschen und Institutionen, ihre eigenen Werte zu finden und mit Leben anzufüllen. Dabei benutze ich keine aufgesetzten Beratungstechniken, sondern das individuelle Wissen, welches bereits vorhanden ist.   Es gibt so viele Techniken, wie den Menschen…

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Geschrieben am 13. September 2011 um 15:25 von

Meine Blogs sind Texte zu Themen, die mich aktuell beschäftigen. Manchmal ‘Belangloses’, manchmal ‘Bedeutungsvolles’, das mir durch den Kopf geht, manchmal aktuelle Themen. Ich empfinde den Unterschied zwischen Belanglosigkeit und Bedeutungsvollem als ziemlich fließend. je nachdem, wie es mit der Gemütslage, dem Informationspegel und dem jeweiligen Tagesgeschehen aussieht, verschiebt sich diese Grenze scheinbar eigendynamisch. Deswegen…

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Was  weiß ich schon über diese Krise? So gut wie nichts. Angelesenes Halbwissen, das sich in ständig neuer Mutation darstellt, aber inhaltlich nichts Substantielles enthält. Sogar unser stellvertretender Kanzler Rösler (privat ist er übrigens Hobbybauchredner) hat sich spezialisiert: Er spricht von einer „geordneten Insolvenz“ Griechenlands. Holla, was ist denn das schon wieder! Geordnet geht das…

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Geschrieben am 3. September 2011 um 16:06 von

Nein,ich bin kein Künstler. Ich wollte zwar immer einer sein. Aber ich bin nie einer geworden. Habe keine Akademie besucht. Keine lebenslange Bildermal- oder Kunstwerkeerstell-Laufbahn hinter mir. Obwohl ich alle möglichen Bilder gemalt habe, bin ich ja noch lange kein Maler. Ich finde, man ist dann etwas, wenn man von dem so viel gemacht hat,…

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Nachsatz zum ZDF – Mittagsmagazin vom 24. August 2011: Was ich noch sagen wollte… Eigentlich wollte ich doch so viel sagen. Ich hatte mir vorher Notizen gemacht. Es war doch die Chance, in diesem anspruchsvollen Umfeld des ZDF-Mittagsmagazins endlich einmal etwas zu meinem Buch zu erzählen und zu den Dingen, die mir so wichtig sind,…

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Geschrieben am 7. August 2011 um 14:36 von

Ein möglicher Fehler der Polizei? Vielleicht auch keiner?  Vielleicht war es ganz normale Notwehr. Jedenfalls hat es einen Toten gegeben. Was in London vorgefallen ist, würde normalerweise keine Straßenschlachten verursachen, die ein gesamtes Stadtviertel in einen kriegsähnlichen Zustand versetzen. Den Berichten zufolge sind große Teile der kämpfenden Massen durch Facebook – Aufrufe herbeigeströmt, ähnlich, wie…

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Geschrieben am 26. Juli 2011 um 19:50 von

Es ist fast zehn. Abends. Soll ich noch etwas essen oder nicht? Ich habe zwar Hunger, aber diese vielen abstrusen Meinungen über gesundes Essen schwirren durch meinen Kopf. Früher habe ich oft bedenkenlos noch spät nachts ein Wurstbrot oder irgendetwas anderes Griffiges verschlungen. Bis heute haben mir so viele Leute erzählt, dass man nach sieben…

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Geschrieben am 24. Juli 2011 um 21:01 von

Sie hat das verkörpert, was heute eigentlich kaum einer mehr ausstehen kann: Einen drogensüchtigen Rockstar, der traumhaft singen kann und den ständig die Legenden seiner Unzuverlässigkeit und seiner Eskapaden umranken. Sie hatte die Stimme einer Diva, doch machte es den Eindruck, als würde sie selbst hinter diesem Phänomen gar nicht mehr auftauchen. Und außerdem war…

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Geschrieben am 23. Juli 2011 um 17:00 von

Manchmal glaube ich, wir haben alle einen Sprung in der Speicherplatte unserer Birne. Die Ereignisse wiederholen sich so ätzend stoisch. Und diejenigen, die sich mit der Lösung der Probleme beschäftigen, tun das so, als wäre es zum ersten Mal. Seit dem Börsencrash 2001 befinden wir uns zum dritten Mal in einer Mega-Wirtschaftskrise.  Sie wird von…

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Hatte wirklich keine Motivation in den letzten Tagen. Bitte um Entschuldigung. Ab Montag gibts wieder meine Innen- und Aussen-Erlebnisse freihaus. Herzliche Grüße an Euch alle und Danke!!! Tweet

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Geschrieben am 19. Juni 2011 um 12:30 von

Vorhin habe ich neben mir eine lockere Schraube im Fensterrahmen gesehen. Ich dachte mir: Soll ich sie reindrehen? Darauf hatte ich aber schon wirklich keine Lust. Ich hatte außerdem ein wenig Angst, daß sie vielleicht angerostet sein könnte. Und dann regte sich auch noch dieser innere Rebell in mir: Warum zum Teufel soll ich jede…

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Geschrieben am 8. Juni 2011 um 14:11 von

Interessant, was man erfährt, wenn man sich einmal selbst über EHEC informiert (siehe unten). Schlimm genug, daß der Umgang, zumindest aber die Kommunikation der zuständigen Stellen mit dem Problem offenbar unter EHEC-ähnlichen Symptomen leidet – eine seltsame Verflüssigung und Diffusion von Nachrichten: Vor einigen Tagen habe ich unseren eigentlich ziemlich unbekannten Gesundheitsminister in der Zeitung…

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Geschrieben am 7. Juni 2011 um 19:15 von

Umso mehr ich es versuche, desto mehr bemerke ich den Sinn davon, einfach nichts zu tun. Nicht zu reagieren, wenn mir schon wieder der Hals schwillt. Nicht schnell anrufen oder mailen, wenn ich irgendetwas als furchtbar dringlich empfinde. Nichts essen, nichts trinken, außer, ich habe wirklich Hunger. Den ganzen Mist nicht ständig kaufen und damit…

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Geschrieben am 5. Juni 2011 um 08:32 von

Ist es nicht unglaublich schön, morgens aufzuwachen? Langsam schleicht sich das Leben wieder an mich heran. Geräusche, Licht, Gerüche. Das Gefühl vom weichen Bettuch an meiner Haut. Den Atem spüren. Schneuzen. Besser spüren. Hunger, Durst. Der Tag beginnt. Meistens in der Früh weiß ich überhaupt nicht, was ich soll. Ich will auch nichts sollen. Ich…

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Geschrieben am 4. Juni 2011 um 20:58 von

Zu diesem Thema schreibe ich heute nicht selbst, sondern zitiere einen meiner Lieblingsschriftsteller:   “Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir sagt, sondern vielmehr auf das, was er…

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Geschrieben am um 20:46 von

Wenn man so mal kurz durch Wien, dann durch Berlin und dann durch Hamburg zuckt, zum ersten Mal ohne Taxi, sondern zu Fuß oder mit den Öffentlichen, bleibt folgendes hängen, also mir jedenfalls: Wien – alles etwas gedehnt relaxt. Sie haben wirklich gutes Essen dort und sie wissen sich zu benehmen. In Wien empfinde ich…

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Geschrieben am 3. Juni 2011 um 11:06 von

Irgendwo während meiner gestrigen S-Bahnfahrt ist meine Erinnerung hängen geblieben.  Zu viel der Bierdosen, abgeschabten Fassaden und lallenden Menschen. Mein Gehirn hat mit dem Verallgemeinern begonnen. Alle sind so. So ist Berlin. Mein Gehirn mag es, wenn es alles über einen Kamm scheren kann. Dann dröhnen die Dämonen und Sirenen unisono: Ja, so ist es!…

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Geschrieben am um 10:55 von

Ein kurzer Schrei. Etwas explodiert und alle schauen hin.  Was könnte das sein? Ein Unfall etwa? Sie schauen nicht lange hin. Nur solange, bis die aufnehmbare Dosis dessen eingenommen ist von dem, was sich dort anbietet. Dann schauen sie weg. Sie bewegen sich weiter. Aufs Clo. In die Küche, ein Bier aufmachen oder ein Brot…

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Geschrieben am um 10:53 von

Saufende Menschen. Jeder zweite hat eine Flasche in der Hand. Ganze Horden. Bereits am Flughafen warten sie. Mit nackten Füßen in ausgelatschten  Sandalen steckend, von ausgewaschenen, hosenartigen Gebilden umschlottert starren sie regungslos ihren Freunden entgegen. Blasse, pickelige Gesichter. In der S-Bahn nach Mitte lallen ein paar im Delirium vor sich hin. Ein anderer starrt mich…

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Geschrieben am 1. Juni 2011 um 14:29 von

Womit soll ich Anfangen. Ein Leitfaden muß her. Ein Konzept. Bin ich so geboren, daß es ohne das nicht geht? Mach Dir Gedanken vorher, bevor Du was tust. Ja, wenn ich zu der Tür da rüberschaue im Foyer vom Hotel Triest, dann kenne ich den Weg zu ihr sofort. Ich bin ihn schon oft gegangen….

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Geschrieben am 26. Mai 2011 um 07:38 von

Lesungen – aus meinem Buch vorzulesen ist schön. Dazu etwas zu erzählen, macht das Ganze schon schwieriger. Und all dies auch noch möglichst gut zu machen, das erzeugt dann diesen Druck, den ich eigentlich nicht mehr haben will. Vielleicht sollte ich das Erzählen weglassen. Oder weniger lesen. Oder weniger von all dem. Dann entstehen aber…

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Geschrieben am 22. Mai 2011 um 19:39 von

Sonne. Regen. I just love it. Tweet

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Geschrieben am 21. Mai 2011 um 16:03 von

WERTE CHECK  – Germanys Next Topmodel, 21. Mai 2011 © Christian Seidel Den in meinem Institut entwickelten Wertecheck haben wir dieses Mal auf die Kandidatinnen von Germanys Next Topmodel angewendet, und auf die Sendung selbst. Die dem Check zugrunde liegenden Werte sind die Grundlage für ein glückliches Leben. Das zu erreichen muß ja das Ziel…

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Geschrieben am um 07:15 von

Im nächsten Moment könnte ich sterben. Oder auch nicht. Vielleicht werde ich sogar 100. Im ersten Fall wäre es angebracht, endlich und sofort das zu tun, was mir am meisten auf der Seele liegt. Wichtige Dinge erscheinen plötzlich als unbedeutend. Kleine und unscheinbare Momente beginnen zu glänzen. Im letzteren Fall kann ich mich noch ein…

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Geschrieben am 17. Mai 2011 um 06:53 von

Es ist ja wie mit allem: Ich kann es einfach nicht. Das zu leben, was ich schreibe, meine ich. Ich kenne es. Ich weiß davon. Ich kann es ausdrücken. Doch in der Umsetzung bin ich ein hoffnungsloser Dilettant. Ich schreibe von der Verwirklichung der Träumen. Von Sehnsüchten, von verlorengegangenen und wiederzugewinnenden Idealen. Und ich schreibe…

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Geschrieben am 8. Mai 2011 um 20:58 von

Ja, es stimmt, das mit dem ‘inneren Kampf. Die Auseinadersetzung zu der Bin Laden – Tötung ist einer. Ich frage aber trotzdem nochmals: Darf man töten? Und: Darf man das Töten gut finden? Nein. Ausnahme Bin Laden, ja?  Wenn ich meine inneren Kämpfe ansehe, muß ich sagen, dass meine Zweifel bestehen bleiben. Ich gestehe, dass…

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Zum Tode Osama Bin Ladens 3   Manch einer mag sich wundern, warum sich so viele Menschen über die vermuteten Umstände um die Tötung Osama Bin Ladens echauffieren. Doch wenn man die tröpfelnden Bekanntgaben der wahren oder vermuteten Ereignisse zu dem Thema in dieser Woche Revue passieren läßt, müßte es verständlich werden. Zunächst wurde bekanntgegeben…

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Geschrieben am 5. Mai 2011 um 21:10 von

Zum Tode Osama Bin Ladens 2   Kann Töten ein Erfolg sein? Kann es der Tod? Gibt es eine einzige Situation, die dem Tod oder dem Töten, egal aus welchem Grund, einen solchen Stellenwert einräumen darf? Immer, wenn der Tod und der Erfolg Hand in Hand gegangen sind, haben Tausende und Millionen Menschen ihr Leben…

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Geschrieben am 4. Mai 2011 um 13:16 von

Rache bedeutet die Vergeltung von ‘Gleichem mit Gleichem und mehr, viel Schlimmerem’. Es gab einmal eine Zeit, in der haben Philosophen und weise Menschen für unser Leben bestimmte Maximen festgelegt. Die religiösen Schriften des Sanskrit, der Baghavadgita ( ca. 1000 – 1500 J. v. C), die Reden Bhuddhas (ca. 500 J. c. Chr), schließlich die…

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Geschrieben am 30. April 2011 um 07:35 von

Nachruf auf die königliche Hochzeit   Gestern habe ich ein Dejavus erlebt. Wieder einmal, wie vor vielen Jahren verfolgte ich gebannt ein königliches Ereignis. Das letzte Mal war es das Ende eines Lebens. Gestern war es der Anfang. Die frischgefällten Bäume in der Kirche verliehen der Zeremonie einen natürlichen Glanz. Die gleiche Limousine fuhr durch…

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Geschrieben am 23. April 2011 um 13:19 von

Keine Ahnung, was die Leute gegen Regen haben. Ich finde das diskriminierend. Im Regen spazieren zu gehen, ist doch romantisch. Mit meinen verflossenen Freundinnen hatte ich mich unter Regenschirme gekuschelt. Gemeinsamde Regenspaziergänge waren Erfahrungen von einer glücksdrüsenaktivierenden und hormonbelebenden Dimension. Ich empfinde Regenspaziergänge eigentlich ziemlich schön. Sie liefern einen wunderbar harmlosen Grund, sich beim anderen…

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Geschrieben am 19. April 2011 um 12:53 von

Ein schwerer Schicksalsschlag. Von einem Tag auf den anderen ist alles anders, als vorher. Gerade noch wunderschön, und jetzt plötzlich furchtbar. Wenn ich von der Vielzahl der Zuschriften an mich ausgehe, scheint es sehr vielen Menschen so zu gehen. Von dieser Dramatik gibt es sicherlich Dimensionen, die ich nie erlebt habe, die ich mir nicht…

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Geschrieben am 14. April 2011 um 22:39 von

Ein Tisch, ein Stuhl, ein Mensch im gleichen Raum. Sagen wir mal, es ist eine Garderobe, zumindest von daher gesehen, wie wir diesen Raum benutzen. Der andere ist gerade hereingekommen und muß mich kurz gesehen haben, das habe ich aus den Augenwinkeln wahrzunehmen geglaubt. Bevor ich mich ihm jedoch richtig zuwenden kann, hat er sich…

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Christian Seidel: Lukas, mir geht das entsetzlich auf den Geist. Eigentlich bestehen die täglichen Nachrichten doch nur noch aus Gezetere, in denen alle den Mund unglaublich weit aufreißen. Sie brüllen das Geheul der anderen, sie johlen im Kanon.  Vielleicht haben sie alle vom Mundaufreißen so eine Art Sperrkrampf in der Kiefermuskulatur, wie wir es vom…

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Volljährig zu werden, bedeutete für mich, endlich ‚frei‘ zu sein. Erwachsen. Einer von den Großen, denen, die alles dürfen. Laut Gesetz darf ich als Volljähriger selbst entscheiden, was ich tue. Das kam mir vor wie die ultimative Freiheit. Ich habe den Grad meiner Freiheit immer durch das Maß der Verbote definiert, von denen ich umgeben…

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Geschrieben am 10. April 2011 um 15:38 von

“Dieser Lärm! Fenster zu! Entsetzlich laut, dieses Gezwitschere!” – Sagte mein Gast gestern morgen zu mir, als wir beim Frühstücken saßen. Sie konnte morgens nicht mehr schlafen, wegen den Vögeln. Und wegen der Sonne. Sie hat sich hin- und hergewälzt, als hätte sie Magenschmerzen. Sie hatte vergessen, die Vorhänge zuzuziehen und so ist sie von…

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Geschrieben am 9. April 2011 um 11:31 von

Manchmal will ich keine Neuigkeiten mehr wissen. Dann hänge ich einfach irgendwo herum und schaue mir dem Leben zu, so wie hier auf dem Fischmarkt in Busan in Korea. Denn manchmal hängen mir all diese Informationen zum Hals heraus. In deutschen Zeitungen habe ich jetzt gelesen, daß der Mörder der beiden Mädchen in Bayern scheint…

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Geschrieben am 7. April 2011 um 16:27 von

Es juckt, es kratzt, vielleicht werde ich krank. Oder auch nicht. Was ich gekauft habe, war zu teuer, was es sonst gab, war zu billig. Alles Mist. Oder auch nicht. Mir gehts heute gut, gestern aber nicht, teilweise zwischen drin schon. Eigentlich ist alles Scheiße, Quatsch, Super. Oder auch nicht. Also was jetzt, fängst Du…

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Lukas Lessing: Nein, lieber Christian, so ist es nicht. Oder ich glaube zumindest, dass es nicht so ist: Niemand weiß, wo die Probleme liegen, oder, sagen wir mal, nur wenige wissen das. Nehmen wir doch nur mal das nahe liegende Problem Atomkraft – ein offensichtlicher Irrweg: Funktioniert nicht so richtig, ist nicht so richtig erforscht,…

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Gestern habe ich in den Fernsehnachrichten wieder reihenweise sich verbeugende japanische Atommanager gesehen. Deswegen habe ich meinen Text über das Verbeugen im Kapitel “Respekt und Achtsamkeit” meines Buches ein wenig umgeschrieben. Ich erinnerte mich an meine ersten hilflosen Versuche, mich zu verbeugen. Meine anfänglichen Schwierigkeiten, den Kopf zu senken, beruhten auf der kokosnussartigen Härte meines…

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Geschrieben am 30. März 2011 um 08:58 von

Meine Facebook-Freundin Ulrike ist die erste Leserin, sie hat das Buch schon gelesen! Ich freue mich total über ihren Kommentar in Facebook, den sie heute zur Veröffentlichung freigegeben hat! Hier ist er: Lieber Christian, du hast mich unbewusst dazu bewogen, wieder in vertraute Muster zurückzukehren; umzukehren, mich wieder den alten Mustern zuzuwenden. Oberflächlichkeit beiseite zu…

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(Leseprobe:) “…ich tat mein Möglichstes, was mir wieder, wie alles in meinem bisherigen Leben, nie genug vorkommen sollte. Ein paar Minuten später ließ ich mich wieder ins Gras fallen. Ich steckte mir die Zigarre an und freute mich über mein Leben wie noch nie. Bis ich meine zitternde Hand sah und sich der Schrecken in…

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Geschrieben am 27. März 2011 um 13:31 von

Der Weg ist das Ziel ohne  Ziel aber Weg,  kein Ziel ohne Weg Ziel Weg weg, weg weg damit! Es gibt so unendlich viele Worte zu ein und derselben Sache. Ihre schier unendlichen Anwendungs- und Kombinationsmöglichkeiten vermitteln die Illusion, das Leben sei wie ein Kaleidoskop hin- und herwendbar, wie man es gerade dreht. Wenn ich…

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Geschrieben am 26. März 2011 um 09:03 von

Ich schnappe nach Luft. Nicht anmerken lassen! Klammheimlich denke ich voller Panik: “Nein, ich weiß es niiiicht!” Wäre es peinlich, das zu sagen? Einfach ganz ehrlich sein? Ich habe aber oft schlechte Erfahrungen gemacht mit dieser prallen Form von Offenheit. Ich würde sagen:’Ganz ehrlich, ich weiß es nicht, ich glaube, das Leben funktioniert nicht irgendwie….

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Christian Seidel: Niemand weiß es. Wir wissen eigentlich nichts darüber. Trotz Forschung und Mondfahrt. Vermutlich werden wir über die Nähe von unserem Ende nie auch nur einen Hauch von Wissen haben. Das Ganze wird auch nicht genauer, wenn man den einzelnen Menschen selbst anschaut. Immerhin differiert bei Menschen aber die Lebenserwartung extrem. Aber keiner weiß…

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Lukas Lessing: Niemand, das fürchte ich. Niemand wird das. Hunde haben Respekt vor Menschen, Pferde manchmal, Rehe, aber das war’s schon. Und die sind dann ja auch weg, vermutlich, so wie wir alle weg sein werden. Alles wird ja von den Menschen für die Ewigkeit gemacht, jedes Haus, jedes Gesetz, jede Belanglosigkeit, aus lauter Stolz…

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Geschrieben am um 10:22 von

Es kann sehr schnell gehen. Ein schneller Gedanke, einen Moment lang zittert die Hand und der Klipper schnappt zu. Der Nagel ist schräg abgeschnitten, viel zu schräg. Verrissen. Schonwenige Stunden danach geht es los, denn Nägel wachsen immer, egal, was geschehen ist. Wenn sie an der Seite falsch abgeschnitten sind, kann sogar ein monatelanges Martyrium…

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Geschrieben am 22. März 2011 um 15:12 von

Was soll ich sagen? Ich weiß es nicht. Ich schreibe heute nichts. Auch das nicht. Tweet

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Geschrieben am 19. März 2011 um 12:40 von

Gestern habe ich meinen Verleger im Cafè Puck getroffen. Noch bevor die Kellnerin mit der Brezel meinen Tisch erreichte, hatte er mir schon das erste Exemplar meines Buches überreicht. Es war in eine durchsichtige Plastikfolie eingeschweißt. Ich glaube, ich habe mich ein wenig daneben benommen, indem ich sie mit einer Gabel aufgerissen habe und nicht…

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Geschrieben am um 09:54 von

Doch, es gibt Schneeglöckchenfelder. Ich stand plötzlich vor einem. Eigentlich habe ich gedacht, Schneeglöckchen kommen nur einzeln vor und ganz ganz selten. Ja, ich war überzeugt, alles, was schön ist, ist selten und alles, was selten ist, begegnet mir fast nie. Ich glaube jetzt, daß das falsch ist. Meine Großmutter hatte mir gesagt, wenn ich…

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Geschrieben am 17. März 2011 um 22:36 von

In meinem Esszimmer steht ein chinesischer Hochzeitschrank. Ein niedriges Möbel in mattem Rot mit einem leicht grauen Touch. Es wird zentriert von der für solche Chinamöbel typischen, runden, goldenen, sehr dünnen  Metallplatte. Sie ist um den Bereich der beiden Flügeltüren geschlagen, dort, wo die Türen nicht durch ein Schloß zusammengehalten werden, sondern durch eine kleine…

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Geschrieben am 15. März 2011 um 09:01 von

Christian Seidel: Die Frage quält mich auch. Ein halbes Menschenleben lang? Wie lange dauert das? 50 Jahre, ein Monat? Oder einen japanischen Morgen lang? Wenn ich aus dem Fenster schaue, scheint die Sonne. Beim Bäcker kann ich Brezeln kaufen. Mittags eine Suppe. Abends ein Gericht auf den Tisch, gute Gespräche. Horror aus der Flimmerkiste mit…

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Lukas Lessing: Die Menschen? Ich glaube, es gibt nur wenig Menschen auf der Welt, die überhaupt wissen, was ein Beistelltisch ist – die paar Mitteleuropäer, die es noch gibt, ein paar Amerikaner vielleicht, ein paar Upper Class-Asiaten, und das war’s schon. Aber all die brauchen den Beistelltisch, weil sonst nichts beistellbar ist in der Welt:…

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Geschrieben am um 14:37 von

Bei den Bildern der Menschenketten in Baden Württemberg, die gegen Atomkraft demonstrierten, beschlich mich ein schales Gefühl. Meine ersten Gedanken waren: So eine Katastrophe braucht es also, damit so ein kleiner Protest zustande kommt. Gut organisiert! 60.000, nein 100.000, oder wie viele jetzt? Naja, in jedem Fall viele tausende. Das ist wichtig. Im Anblick einer…

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Geschrieben am 12. März 2011 um 16:54 von

Habe ich richtig gehört? Präsident Obama hat in seiner Rede sinngemäß die Katastrophe in Japan  eine Gelegenheit genannt, zu sehen, wie schnell alles vorbei sein kann!? Ich muß mich wiederholen: Abtreten! All diese Politiker müssen weg! Der Chef eines der starrköpfigsten Blockadeländer der Weltklimakonferenz, eines der schlimmsten Umweltverschmutzerstaaten der Welt, einer der massivsten Gegner alternativer…

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Geschrieben am um 09:41 von

Der Rotwein steckt noch in meinem Kopf und der Geschmack der Zigarre klebt auf meiner Zunge. Der Mond scheint zu nah. Die Sonne explodiert bald. Atomkraftwerke in Japan drehen vielleicht durch. Gigantische Stromausfälle stehen uns bevor. Erdbeben und Tsunamis. 2012 klopft an die Tür. Der Maya – Kalender, Nostradamus, die Hopi-Indianer. Mir ist das ganze…

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Geschrieben am 11. März 2011 um 09:42 von

Wenn ich ehrlich bin, gibt es von mir selbst eigentlich nicht sehr viel zu erzählen. Es ist immer das Gleiche, was passiert. Ich mag gutes Essen, mal stehe ich morgens frisch auf, mal trage ich die Müdigkeit in den Tag hinein. Alle möglichen Begegnungen mit Menschen bringen das Gedankenkarussell schnell zum Drehen. Das beginnt bereits…

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Christian Seidel: Genau das eben sein lassen. Vor wenigen Tagen habe ich von jemanden gehört, den ich kaum kenne, dem ich aber ein oder zweimal in meinem Leben begegnet bin und den ich sympathisch finde und irgendwie einfach für einen guten Typen halte. Er soll überaschenderweise an Bauschspeicheldrüsenkrebs erkrankt sein. Daß dieser Mensch sterben wird,…

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Geschrieben am um 10:37 von

In mir schwankt es. Ich bin entweder für etwas, oder gegen etwas. Selten nur ist alles so in Ordnung, wie es ist. Alleine für etwas zu sein, erzeugt bereits ein wenig Unruhe, denn damit könnte es ja bald vorbei sein. Mit den Gefühlen ist es ähnlich. Nach mehreren Jahrzehnten Dauerachterbahnfahrt versuche ich das innere Theater…

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Lukas Lessing: Also das ist eine der wenigen Sachen, die mir klar sind. Du hast keine Geduld, und deshalb gefällt dir vieles nicht. Du siehst den Wahnsinn und die Fehler und den Betrug und die Oberflächlichkeit und die Lüge und all das und findest dich nicht ab. Du wartest nicht, bis sich all das von…

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Christian Seidel: Jetzt kommen wir langsam an die schmerzhaften Stellen der Frage “Unklar!?”, scheint mir. Soll ich philosophisch antworten? Dann werden die Leute denken: Der redet aber geschwollen daher! Soll ich witzig antworten? Dann heißt es: So eine gute Frage und so eine blödsinnige Antwort. Diese sogenannten Comedians machen das tagaus tagein: Sie grunzen durch…

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Lukas Lessing: Das, lieber Christian, ist eine völlig unbeantwortbare Frage – abgesehen davon, dass die vordergründige Antwort auf der Hand liegt – damit die Aufkehrblasrohrmaschinenhersteller etwas verdienen. Diese Ungetüme heißen übrigens, wie ich mich grade schlau gemacht habe, Laubbläser oder Laubgebläse, was die Sache auch nicht besser oder gar sinnvoller macht, sondern ganz im Gegenteil:…

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Christian Seidel: Ich bin nicht Deiner Meinung, Lukas, wirklich nicht. Denn Du hast mit Deiner Antwort auf die Frage, warum wir nicht aus Erfahrungen lernen, eine Glühbirne in mir angeknipst: Ja, Erfahrungen schränken ein, wenn wir daraus lernen würden! Das ist die Antwort und Du hast Recht! Erfahrungen nehmen uns den Aktionsradius für neue Erfahrungen,…

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Lukas Lessing: Das ist ja die schwierigste Frage, die du je an mich gerichtet hast, also ehrlich. Könnte ich, beispielsweise, aus Erfahrungen lernen, dann hätte ich vielleicht schon eine Antwort, warum andere das nicht können, doch ich tue es nicht. Ich lerne absolut nichts aus Erfahrungen – oder zumindest nichts aus meinen eigenen, denn das…

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Geschrieben am 4. März 2011 um 12:41 von

Wer das tut, bringt unsere Demokratie in Gefahr. Unser bestes aller Systeme. Wer nicht wählt, der ist faul, lasch, unengagiert, er drückt sich vor der Verantwortung. Was also soll man denn tun, wenn einem diese Parteien und ihre Politiker so gegen den Strich gehen, daß es größter Überwindung bedarf, sich zur Wahlurne zu schleppen. Das…

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Christian Seidel: Vielleicht. weil es sonst langweilig wird? Ein Vorbild, das immer gleich scheint, wird nicht mehr wahrgenommen. Vorbilder beschießen die Medien mit den Leuchtstrahlen ihres Images. Immer wieder passiert etwas Neues. Aber irgendwann ist alles passiert. Dann gibt es nichts mehr zu berichten. Eine komplette Imagepersönlichkeit hat sich geformt. Das eizige, was übrig bleibt,…

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Geschrieben am 2. März 2011 um 18:07 von

Nach dem Rücktritt von zu Guttenberg habe ich ein bißchen im Fernsehen herumgezappt. In den Tagen vorher hatte ich immer größere Widerstände gegen Bildschirme entwickelt, in denen Politikergesichter zu sehen sind. Irgendetwas wurde mir in den letzten Wochen immer mehr zuwider. Ich weiß nicht, ob ich zu Guttenberg nun wirklich gut oder schlecht finde. Ich…

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Geschrieben am 1. März 2011 um 20:32 von

Lukas Lessing: Ein Vorbild? Das ist der gute Guttenberg, weil er so gut aussieht, eloquent ist, selbstsicher agiert, ein Mann von Adel, guten Manieren, sicherem Geschmack, untrüglichem PR-Gefühl und politischem Geschick ist. Ach nein, jetzt ist er kein Vorbild mehr, denn er hat seine Dissertation mit fremden Quellen gespickt, was komisch ist, denn das haben…

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Geschrieben am 27. Februar 2011 um 15:51 von

Es fällt einem fast nichts anderes mehr ein, als Gaddafi, zu Guttenberg, wenn man was schreiben will. Egal wo ich reinschaue, es regt mich auf. Das Guttenberg – Getue ist unerträglich geworden. Das halbgare Gaddafi – Geheuchele um Sanktiönchen entsetzlich. Das Getrampele der Politiker hat eine verlogene Motivation, die ähnlich vor Unehrlichkeit strotzt, wie man…

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Geschrieben am 26. Februar 2011 um 16:55 von

Heute habe ich gelogen. Ich bin zu spät aufgestanden und außerdem bin ich unfreundlich gewesen. Später fing ich an, mich zu verleugnen. Ich habe meine Skype-Mailbox eingeschaltet und da wird gesagt, ich sei nicht da, obwohl ich doch da bin. Ein wertloser Tag mit so vielen Wertepannen. Meine schlechte Laune find damit an, daß ich…

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Geschrieben am 25. Februar 2011 um 19:00 von

Kann es sein, daß die Welt von einem mörderischen Diktator derartig abhängig ist, daß der Tod von tausenden Menschen in Kauf genommen wird? Wo bleiben scharfe Sanktionen, was ist mit den Drohgebärden, mit welchen unsere Politiker und Regierungen sonst so schnell um sich werfen? Wir stehen tief in der Schuld des libyschen Volkes. Langsam kommen…

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Geschrieben am 24. Februar 2011 um 18:53 von

Ah, jetzt zitieren sie die Werte. Ganz modern! Rund um den zu Guttenberg-Skandal rankt sich plötzlich eine Debatte um Ehrlichkeit, Redlichkeit und Vorbildfunktion. Geht man vom Klischee dieses Wertebildes aus, muß der Verteidigungsminister zurücktreten. Von einem Politiker will man nicht, daß er lügt. Man will nicht, daß er eine Doktorarbeit fälscht, egal wie sehr es…

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Geschrieben am 23. Februar 2011 um 17:29 von

Hunderte Tote Zivilisten. Vielleicht und wahrscheinlich tausende. Flugzeuge schießen in demonstrierende Mengen.  Aber niemand weiß etwas Genaues. Gott sei dank, so scheint es. Ja,  vielleicht stimmt ja alles nicht und weil das schöner wäre, weil beruhigender, glauben wir es leichter. Das Dickicht der Unklarheit in dieser internationalen, politischen Krise ist erschreckend. Die Geheimdienste der führenden…

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Geschrieben am 20. Februar 2011 um 15:41 von

Politiker sollten Vorbilder sein. Doch was heißt das? Gelackte, blankgewienerte, fehlerfreie Menschenautomaten? Der Ausspruch “Irren ist menschlich” kommt nicht von ungefähr. Es gibt keine perfekten Menschen. Im Lichte dieser Wirklichkeit ist es beängstigend, wie unsere Gesellschaft von ihren Vorbildern zunehmend die absolute Perfektion abverlangt. Wer einen Fehler begeht, wird  medial gelyncht. Die politischen Giftmischer rühren…

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Vor einigen Tagen habe ich einen Nachruf über den verstorbenen, amerikanischen Philosophen Daniel Bell gelesen. Er hatte bereits vor Jahrzehnten vorausgesagt, was wir heute haben: Eine um sich selbst kreisende, kapitalistische Wirtschaftsgesellschaft, eine um sich selbst kreisende, überaus mächtige Medienwelt, und lauter um sich selbst kreisende, soziale Gruppen und Schichten. Alle klagen, nirgendwo ist es…

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Geschrieben am 19. Februar 2011 um 13:45 von

Das ist sie wohl, die Hauptbeschäftigung eines beliebten Ministers in Deutschland. Aufpassen, nicht gebissen zu werden. Und dann immer “Entschuldigung” sagen. Der Job eines Politikers, der etwas bewegen will, scheint einem Lauf über über rohe Eier und Rasierklingen zu gleichen. Immer, wenn er etwas Entscheidendes durchgesetzt hat, tauchen die kläffenden Hunde auf und graben im…

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Christian Seidel: Die Frage schlägt dem Faß der Unklarheit beileibe den Boden aus. Zunächst einmal braucht es ja zweierlei Geschlechter, schon alleine der Fortpflanzung wegen. Das scheint beim Menschen allerdings besonders kompliziert geregelt zu sein. Denn die Notwendigkeit der Mehrgeschlechtlichkeit ist ja nicht zwingend, wie die Natur es beweist: allein der Hefepilz Candida Albicans, der…

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Lukas Lessing: Du hast Recht, die Frauenquote gehört auf breiter Ebene eingeführt, denn Topmanagerinnen sind ja nur ein winziges Segment der Wirtschaft, des Lebens. Frauenquoten nur für Topanagerinnen (gibt es dieses Wort überhaupt? Kennen Sie nur einen Topmanager persönlich?) wäre für die Befreiung der Frau so bedeutungsvoll wie das Verbot von elektrischen Tischventilatoren für die…

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Christian Seidel: Wegen dem Lack. Es gibt die Theorie, daß nicht die Irren die Verrückten sind, sondern wir selbst. So, wie Du die Klarlackgesellschaft beschreibst, sind die Menschen auf möglichst wenig Konflikt bedacht. Aber so geht das Gewinnen nicht. Sie versuchen deswegen jedwede Berührung zu vermeiden. Das funktioniert u.a. durch Vermeidung von Gefühlen, durch Vermeidung…

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Es fehlt uns an Zeit. Diese Klage habe ich von einem Deutschlehrer im Westen unseres Landes vernommen.  “Ich bekomme keine Rosen” – in solche Augen habe ich heute gesehen.Die Augen einer Blumenverkäuferin am Münchner Viktualienmarkt. Heute war Valentinstag.  Wer alles hat, bekommt nichts, auch wenn es nur Rosen wären. Wer mit Geld um sich schmeißt,…

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Lukas Lessing: Das Unklare ist in diesem Fall das Brodelnde in uns drinnen, das nur mit einer dünnen Klarlackschicht überzogen ist. Die Klarlackschicht heißt Wissen oder Erziehung oder Konvention oder gutes Benehmen, und sie zeichnet sich nicht nur vor allem durch ihre Klarheit aus, sondern auch durch ihre pflegeleichte Abwaschbarkeit: Ist sie mal angekleckert oder…

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Geschrieben am 13. Februar 2011 um 23:03 von

Ich leide unter Entzug. Der erste Tag, an dem ich mich nicht dem selbsterzeugten Wertestress aussetze (siehe Blogs zum Thema „Wertvoll leben“). Meine Symptome: Leichtigkeit, mehr Toleranz, ich fühle mich zufrieden. Paradoxerweise fühlt sich genau das ziemlich wertvoll an. Und die Symptome selbst klingen sogar nach klassischen Werten: Toleranz, Aufgeschlossenheit, ein Bewusstsein für das Schöne…

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Geschrieben am um 06:00 von

So. Das wars. Eine Woche gezielt wertvolles Leben reicht. Pilotversuch abgebrochen und fertig. Ich will mich nicht verrückt machen. Mein Leben darf sich nicht an der Stimmung einer Bäckerin ausrichten, die mir keine Semmel verkaufen will. Auch nicht an Leuten, die mich versetzen und nicht an dem Mann, der seinen Hund auf den Gehsteig kacken läßt….

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Christian Seidel: Gleichheitswahn, ich weiß auch nicht, wer diesen Irrsinn erfunden hat. In der Neuzeit waren es Tony Blair und Gordon Brown, die diesen Virus wie die Pest in die politische Welt gesetzt haben. Es ist die Wahlpropaganda derjenigen, die alle selbst das Gleiche sagen und sich gar nichts mehr trauen. Die unangenehmen Jobs werden…

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Lukas Lessing: Dem Milliardär Nicolas Berggruen ist das nicht unklar: Ins Verderben, sagt er, führt das Politiker-Glückspiel, weshalb er es abschaffen will, mit lauter Regierungen aus Fachleuten. Aus Weisenräten, wie das wohl auch heißt. Weil es die noch nicht gibt, trommelt er sie auf eigene Kosten zusammen, was ja keine Schwierigkeit ist für einen Milliardär….

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Lukas Lessing: Weil wir nicht anders können. Weil die Trockenheit einer vergangenen Nacht weggeschmiert werden muss. Weil Brot alleine so viel Reibung verursacht in der Mundhöhle, dass ein Brechreiz unvermeidlich ist. Weil wir auf Fett trainiert sind, es gibt uns Sicherheit und Geborgenheit. Weil wir nicht nur von den Pflanzen leben wollen. Weil wir Margarine…

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Geschrieben am um 06:00 von

In meinem Bad steht auf dem Waschbecken eine Kosmetiktube, aus der seit Tagen ständig eine bräunliche Flüssigkeit quillt. Der lavaartige Brei wälzt sich in unsichtbarer Zeitlupe den Beckenrand entlang und bleibt normalerweise immer irgendwo mitten im Becken erstarrt stehen. Drei Tage lang geht das schon so. Dreimal habe ich alles weggewischt und weggeputzt. Ein paar…

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Geschrieben am 11. Februar 2011 um 06:00 von

Manchmal glaube ich, ich gehöre zu jener Gruppe Menschen, von denen es heißt, sie seien die eigentlich Normalen, weil in Wirklichkeit die anderen die Verrückten sind. Mein selbstverordneter Versuch, jeden Tag die maximal mögliche Umsetzung der Werte zu leben, ist mir bis jetzt gänzlich misslungen. Ich ertappe mich dabei, wie ich beinahe stoisch in der…

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Geschrieben am 10. Februar 2011 um 06:00 von

Ich komme um knapp 7 Uhr früh vom Flughafen zurück in die Stadt, freue mich auf eine paar frische Mohnsemmeln. Ich schlage ich die Jacke hoch, steige aus dem Auto aus und gehe beim Bäcker rein. Die Verkäuferin stößt einen lauten Schrei aus und dreht sich zu mir herum: „Mein Gott haben Sie mich erschrocken!“…

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Christian Seidel: Umso tiefer ich in dieses Thema eindringe, desto verworrenere Fragen stellen sich mir: Demokratiezwang oder Diktatur-Freiheit? Warum sind sie im Irak eingefallen und in Afghanistan, aber im Iran haben sie die Islamisten sogar reingeholt? Konsequenterweise lassen sie den Ahmadinedschad vor sich hinwerkeln, morden, verbieten, spinnen. In Italien lassen sie den Berlusconi fast schon…

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Mist, die Revolution ist immer woanders, als bei mir. Schon wieder sitze ich im Cafè. Kalte Hände, mein dritter Tag als Blogger. Bin zu spät dran mit dem Schreiben. Ich glaube, ich bin gehemmt, wegen den verbalen Tatsachen, die ich praktisch per Mausklick schaffe. Aber ich werde das jetzt durchziehen. Mir sitzt Leyla gegenüber. Sie…

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Geschrieben am 8. Februar 2011 um 15:19 von

Internationale Schauspielschule München, 15.30h. Generalprobe zu den Abschlussprüfungen. Clara Johannes steht auf der Bühne. Wie eine sternhagelvolle, verlorene Seele spielt sie die Martha aus „Wer hat Angst vor Virginia Woolfe!“ von Edward Albee. Ich hab diese Frauenrolle damals auch gespielt. Ich stand auf die Sprache von Albee in diesem Stück, diese hingerotzten Sätze. Ja, ich…

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Geschrieben am 6. Februar 2011 um 23:08 von

Die Freiheit ist kein Frühstücksei Ich habe den heutigen Tag mit einem mulmigen Gefühl begonnen. Beim Essen meines Spiegeleis fühlte ich auf fast schmerzhafte Weise mein Freiheitsgefühl berührt. Das ist natürlich kein Vergleich zu dem, was die Menschen in unfreien Ländern durchmachen. Doch fühlte ich mich ziemlich unter Druck. Als erstes hatte ich im Internet…

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“The Biographer” – feature film

“The Biographer” – feature film
Feature Film, in dessen Zentrum der Widerspruch zwische Image und Wirklichkeit im Leben von Prinzessin Diana steht. Regie Phillip Saville, mit Faye Dunaway, Paul Mc Gann, Hugh Bonneville. Produzent Christian Seidel - (Feature film about the contradiction between image and reality in the life of Princess Diana. Directed by Philip Saville, starring Paul Mc Gann, Hugh Bonneville and Faye Dunaway. Produced by Christian Seidel)